Samstag, 19. Dezember 2015

Deutsch Leistungskurs - Erfahrungsbericht zum DeutschLK


Heute möchte ich ein wenig über den Deutsch Leistungskurs berichten. Einen Erfahrungsbericht zum BiologieLK habe ich bereits verfasst, diesen könnt ihr hier einsehen. In diesem Post soll es jedoch um meinen zweiten Leistungskurs gehen, der mit Sicherheit eine große Mehrheit von Schülern interessiert. Das kann ich zum Beispiel daran sehen, dass die Hälfte meiner Stufe den DeutschLK gewählt hat. Doch sind all diese Schüler wirklich am Fach Deutsch interessiert? Sicherlich nicht. Denn jeder von euch kennt die Klischees: "Für Deutsch muss man nicht lernen", "Wer nicht weiß, was er wählen soll, sollte Deutsch wählen. Damit kann man nichts falsch machen", "Wer Deutsch als LK hat, der macht ein Loserabi." Doch ist an diesen coolen Sprüchen wirklich etwas dran? Und für wen ist es wirklich sinnvoll, Deutsch zu wählen? Lernt man überhaupt etwas im DeutschLK, wenn man angeblich nichts lernen muss? Davon möchte ich euch ein wenig erzählen. 



Zum Erfahrungsbericht
Vorab muss ich noch ein paar Dinge anmerken. Zum einen ist das hier ein persönlicher Erfahrungsbericht, das heißt, dass meine Sichtweisen nicht rein objektiv sind oder sein könnten. Deswegen solltet ihr diesen Bericht nicht verallgemeinern. Außerdem unterscheiden sich Leistungskurse in ihrer Aufmachung von Bundesland zu Bundesland. In meinem Fall (NRW) habe ich wöchentlich fünf Schulstunden DeutschLK. Normale Klausuren (kein Abi oder Vorabi) sind vier Schulstunden lang.

Welche Themen behandelt man im DeutschLK?
Bezüglich der Unterrichtsinhalte muss man nicht nur zwischen den einzelnen Bundesländern, sondern auch zwischen den einzelnen Abiturjahrgängen unterscheiden. Zwar werden überall grundlegende Dinge behandelt, beispielsweise die drei literarischen Gattungen (Lyrik, Epik, Dramatik), aber nicht alle deutschen Schüler lesen die gleichen Lektüren. Die genauen Inhalte für euer Bundesland und euer Abiturjahr könnt ihr den Internetseiten eures Schulministeriums entnehmen, für NRW gibt es die Lehrpläne hier. Das heißt, dass ihr - noch bevor ihr euch für den DeutschLK entscheidet - die Themen "abchecken" könnt. 
Ich persönlich (Abitur 2016) musste  - um euch mal ein Beispiel für Unterrichtsinhalte zu geben - Schillers Kabale und Liebe lesen sowie Hiob von Joseph Roth und Der Prozess von Franz Kafka. Außerdem haben wir im Themenbereich Lyrik die Epochen Romantik, Expressionismus und jüngste Gegenwart (ab 1990) behandelt. Ein weiterer großer Themenkomplex ist Sprache. Hierunter fallen der Sprachursprung (hierzu wird Herders Abhandlung über den Ursprung der Sprache gelesen), Sprachskepsis (im Chandos-Brief) und Sprachwandel. Außerdem haben wir noch weitere Werke der Epoche der Neuen Sachlichkeit behandelt. 

Wie sieht der Unterricht im DeutschLK aus?
Den Unterricht zu beschreiben ist schwierig, da mir sofort tausend Dinge einfallen, die beschreiben würden, wie der Unterricht im DeutschLK nicht aussieht. Wer den DeutschLK wählt, der muss sich darüber im Klaren sein, dass einen nicht die große Spannung erwarten wird. Deutsch ist keine Naturwissenschaft, in der man Versuche machen könnte und im Fach Deutsch drängen sich auch keine Exkursionen auf. Ab und an geht man vielleicht mal mit seinem Kurs ins Theater, aber ansonsten sitzt man die meiste Zeit im Klassenraum und bearbeitet die Hälfte der Zeit lang Arbeitsblätter und sonstige Aufgaben. Scheinbar gibt es verdammt viele Kopiervorlagen für das Fach Deutsch, denn mein Deutschordner ist mit Abstand mein vollster. Verständlicherweise geht die andere Hälfte der Zeit dafür drauf, dass man die bearbeiteten Aufgaben bespricht. Erfahrungsgemäß melden sich dabei nicht viele Schüler und der Lehrer führt deshalb Unterrichtsgespräche, an denen immer die selben Leute beteiligt sind. Wenn einen das Thema nicht interessiert - und das passiert wirklich jedem Deutschschüler irgendwann einmal, ich zum Beispiel finde das Thema Sprache schrecklich - dann kann sich eine Deutschstunde ganz schön in die Länge ziehen. Andererseits ist der DeutschLK wirklich entspannt. Wenn man mal für fünf Minuten mit den Gedanken abschweift, an seinem Handy spielt oder vielleicht krank ist und gar nicht zur Stunde kommt, dann hat man in der Regel nicht das Problem, dass man nicht mehr hinterherkommt, wie es vielleicht in Mathe der Fall wäre. 

Liest man im DeutschLK viele Lektüren? 
Ich habe oben schon geschrieben, dass ich drei Lektüren für das Abitur lesen muss. Ich glaube, dass es bei den späteren Abiturjahrgängen sogar nur noch zwei sind. In der Regel liest man jedoch nicht mehr als 3-4 Lektüren, mehr Lektüren sind auf jeden Fall nicht abiturrelevant. Kein Schulministerium wird oder kann von euch erwarten, dass ihr in zwei Jahren Leistungskurs sieben Bücher behandelt. Das hätte eine total oberflächliche Bearbeitung zur Folge. Der eigentliche Sinn, vor allem im LK, ist schließlich, in die Tiefe zu gehen. Genau deswegen haben die meisten Schüler auch mehr Lektüreschlüssel als Lektüren, da es auf Interpretationen ankommt.
Auch stimmt es nicht, dass der Grundkurs weniger Bücher liest als der Leistungskurs. Die Grundkurse meiner Stufe lesen auch drei Lektüren, wobei zwei der drei Bücher identisch sind und nur das dritte Buch ein etwas "einfacheres" ist. Ihr müsst also keine Angst davor haben, dass ihr im DeutschLK hinter einem riesigen Buchstapel verschwindet. Die meisten Schüler lesen die Lektüren ja nicht mal, jedenfalls nicht vollständig. Viele geben sich mit der Wikipedia-Zusammenfassung zufrieden.
Deshalb ist fraglich, ob ihr Deutsch als Leistungskurs wählen solltet, wenn ihr nicht gerne lest. Diejenigen, die zu den Besten im DeutschLK gehören, lesen meistens freizeitlich gerne und die, die es nicht tun, haben Deutsch meist als Notlösung gewählt. Wer kein Interesse am Lesen hat, der hat kein leidenschaftliches Verhältnis zur Sprache und sollte nicht vergessen, dass es gerade dieses gewisse Etwas ist, dass den DeutschLK spannend machen kann. Der DeutschLK ist also nicht zwingend langweilig. Auf den Bezug kommt es an. 

Kriegt man im DeutschLK viele Hausaufgaben auf bzw. muss man ständig seitenlange Texte verfassen?
Nein und nein. Deutsch gehört, bei mir zumindest, zu den Fächern, in denen ich, obwohl es ein LK ist, am seltensten Hausaufgaben aufbekomme. Aber wenn ich mal Hausaufgaben aufkriege, dann so richtig. Das heißt, dass es natürlich ab und an vorkommt, dass man eine Analyse verfassen soll. Vielen Schülern ist das zu blöd, das heißt, sie machen die Hausaufgabe gar nicht, kopieren irgendeine fertige Analyse aus dem Internet oder schreiben maximal eine Seite. Ich persönlich kann da nur den Kopf schütteln, denn a) bietet eine solche Hausaufgabe die perfekte Übung für die bevorstehende Klausur, in der auch eine Analyse verfassen werden muss und b) sollte doch gerade eine solche Hausaufgabe Spaß machen. Wer beim Gedanken an eine Dramenszenenanalyse Magenschmerzen kriegt oder sein Gegenüber auslachen würde, wenn dieser ihm sagt, dass er drei Stunden lang ein Gedicht analysiert hat, hat im DeutschLK ganz einfach nichts verloren. Niemand hat dich dazu gezwungen, den DeutschLK zu wählen. Wieso regst du dich also über das Gedicht auf? Wieso regst du dich darüber auf, dass du bis morgen eine Seite im Buch lesen sollst? Wieso regst du dich darüber auf, dass deine Lehrerin deine Analyse mit der Länge einer halben Seite belächelt? Alles Fragen, die ich mir bei einigen meiner Mitschüler schon oft gestellt habe. Ein bisschen Leistung sollte man im Deutsch Leistungskurs schon noch erbringen. Die Oberstufe ist schließlich kein Geburtstag und der DeutschLK ist nicht die Kerze auf dem Kuchen, die sich am leichtesten ausblasen lässt. 

Braucht man für den DeutschLK wirklich nicht zu lernen?
Was ich bis jetzt geschrieben habe, klang ziemlich negativ. Deswegen mal etwas Erfreulicheres: Nein, für Deutsch muss man nicht unbedingt lernen, jedenfalls nicht so viel. Das kann ich behaupten, weil ich mit Biologie als zweiten LK den Vergleich zum anderen Extrem wagen kann. 
Generell kann man sagen, dass für Deutsch niemand wirklich ausführlich lernen muss. Deutschnoten sind auch immer relativ konstant. (Sehr) gute Schüler müssen nicht lernen, um in der nächsten Klausur wieder eine gute Note zu bekommen. Und schlechtere Schüler verbessern sich durchs Lernen entweder nicht oder aber sie schreiben eine unerwartet gute Klausur. Das kommt aber auch ohne Lernen vor und hängt einfach mit Thema und Klausuraufgabe zusammen. 
Prinzipiell sind deswegen zwei Dinge festzuhalten. Zum einen kann man für Deutsch gar nicht viel lernen. Bis auf die Struktur der jeweiligen Analyseform lerne ich oft auch nichts, denn all die Sachen, die man im Unterricht gelernt hat, bringen einem in der Klausur entweder nichts (waren also unnötig), oder lassen sich auch so aus dem Ärmel schütteln. Zum anderen kann man in Deutsch durch Lernen nicht viel verändern. Wer einmal drauf hat, wie man eine gute Analyse schreibt, der schreibt immer gute Analysen. Und wer noch nie verstanden hat, wie man eine gute Analyse schreibt, der wird auch in der Klausur keine gute Analyse schreiben. So etwas kann man auch nicht von heute auf morgen lernen. Wenn ihr also sehr gut im Verfassen von Analysen seid, dann seid ihr im DeutschLK richtig. Jede Klausur dreht sich um Analysen. 

Wie sehen DeutschLK-Klausuren aus?
Diese Frage wäre also auch schon beantwortet. Das Zauberwort heißt Analysen. Prinzipiell bestehen Deutschklausuren aus zwei Aufgaben. Die erste Aufgabe beinhaltet die Analyse (oft mit Analyseschwerpunkt), die zweite Aufgabe erfordert oft weiteres, im Unterricht erworbenes Wissen. Beispielsweise könnte die Deutung eines Zitates in Bezug auf XY gefordert sein, oder der Vergleich des vorliegenden Textes mit irgendeinem anderen, etc. Für genaue Vorstellungen von DeutschLK-Klausuren empfehle ich euch, einen Blick in alte Abiturklausuren zu werfen. Diese entsprechen so ziemlich dem, was man auch in der Oberstufe an Klausuren bearbeiten muss. Glücklicherweise kann man in einem Fach wie Deutsch immer irgendetwas schreiben, selbst wenn es Nonsens ist. In Deutsch hat wohl noch nie jemand ein leeres Blatt abgegeben.

Gibt es einen Unterschied zwischen DeutschLK und DeutschGk?
Der Unterschied zwischen einem Deutsch Leistungskurs und einem Deutsch Grundkurs ist mit Sicherheit nicht allzu groß. Wie ihr oben schon gelesen habt, behandelt man oft in beiden Kursen das Gleiche, wobei der DeutschLK aufgrund der erhöhten Stundenzahl minimal mehr Themen zu bearbeiten hat. Der Übergang vom vorherigen Deutschunterricht in den Leistungskurs sollte reibungslos verlaufen, ihr werdet also, falls ihr euch für Deutsch als LK entscheidet, keinen Weltenwechsel erfahren. Selbst ich frage mich oft noch, inwiefern sich mein DeutschLK von einem Grundkurs unterscheidet. Der Deutschleistungskurs ist nämlich nicht wirklich mit viel Arbeitsaufwand verbunden.

Bin ich für den DeutschLK geeignet?
Womit wir beim Fazit wären und der Klärung der wichtigsten Frage überhaupt: Wer sollte denn jetzt überhaupt den DeutschLK wählen und wer nicht? Ich möchte ehrlich sein und nicht den Moralapostel spielen: Im Prinzip kann jeder den DeutschLK wählen, ohne Angst haben zu müssen. Wenn ihr euch für das Fach Deutsch und Sprachen interessiert, dann seid ihr im DeutschLK auf jeden Fall richtig. Wenn ihr nicht wisst, was ihr wählen sollt, dann kann euch der DeutschLK auch nicht schaden. Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr gar keine Talente habt oder euer Wunsch-LK nicht zustande kommt, dann wählt lieber Deutsch als irgendein Fach, das ihr überhaupt nicht beherrscht, zum Beispiel Mathe. Für naturwissenschaftliche LKs gibt es nämlich gewisse Voraussetzungen, oder besser gesagt, man muss Vorwissen haben. Wer Probleme mit Mathe hat und die einfachsten Grundrechenverfahren nicht beherrscht, der hat im MatheLK nichts zu suchen. Wer in der 10. Klasse in Biologie nicht aufgepasst hat, wird ein Problem im BioLK haben. Aber wer nie in Deutsch aufgepasst hat, der wird im DeutschLK nicht zwingend versagen, da absolut nichts vorausgesetzt wird. Natürlich sollte man eine Vorstellung davon haben, wie man anständige Texte verfasst, aber das Buch, das ihr in Klasse 9 oder 10 gelesen habt, wird euch für das Deutsch-Abitur nichts bringen, weil es nicht abiturrelevant ist. In Mathe hingegen hat man schon in Klasse 9 Funktionen behandelt, und darauf wird im kommenden Unterricht aufgebaut. Deswegen ist Deutsch durchaus eine Option für alle, die etwas verloren durch die Schule schlendern. Deswegen wählen so viele Schüler den DeutschLK.
Und all diejenigen, die Deutsch wirklich interessiert, die es lieben, ein Gedicht zu analysieren oder eine Lektüre auseinanderzunehmen, die sind im DeutschLK genau richtig. Euer Lehrer wird sich freuen, wenn unter all denen, die Deutsch als Notlösung gewählt haben, auch diejenigen sind, die wirklich Interesse am Fach zeigen. Und auch ruhig mal sechs Seiten schreiben, wenn es eine Analyse als Hausaufgabe aufgab. Und nicht nur eine Halbe ...

Samstag, 12. Dezember 2015

Biologie Leistungskurs - Erfahrungsbericht zum BioLK


Mittlerweile ist es fast zwei Jahre her, dass ich meine beiden Leistungskurse wählen musste. Leicht ist mir diese Wahl nicht gefallen, da ich mich zwischen 4-5 Fächern entscheiden musste, die ich gerne als Leistungskurs belegt hätte. Ich habe mir ständig den Kopf über alle möglichen Vor- und Nachteile der Fächer zerbrochen, alle möglichen Lehrer befragt, ob sie mich für "LK-tauglich" halten und natürlich auch das Internet nach Erfahrungsberichten durchsucht. Einige waren hilfreich, andere haben mich verunsichert. Einen (hoffentlich hilfreichen) persönlichen Erfahrungsbericht zu jedem meiner Leistungskurse möchte ich euch in den folgenden Posts geben. Meine Wahlkreuze habe ich schließlich bei Deutsch und Biologie gesetzt, und um letzteres Fach soll es an dieser Stelle gehen. Um den Biologie Leistungskurs. 



Zum Erfahrungsbericht 
Bevor ich euch Einblicke in die Welt des BioLKs gebe, muss ich noch kurz ein paar Dinge anmerken. Wie oben schon erwähnt, ist das hier ein persönlicher Erfahrungsbericht. Das heißt, ihr solltet meine Sichtweisen nicht verallgemeinern. Jeder Leistungskurs ist verschieden, was mit Sicherheit auch mit Schule und Bundesland zusammenhängt. In NRW sind Leistungskurse fünfstündig, das heißt, dass ich jede Woche 5 Schulstunden Biologie habe. Meine normalen Klausuren im Leistungskurs sind 4 Schulstunden lang. Die inhaltlichen Schwerpunkte für meinen Abiturjahrgang (2016) sind Genetik, Ökologie, Evolution und Neurphysiologie. 

Was behandelt man im BioLK?
Wie gerade eben schon erwähnt, gibt es für jeden Abiturjahrgang inhaltliche Schwerpunkte, die den Lehrplan bestimmen. Diese Vorgaben könnt ihr auf der Seite eures Schulministeriums einsehen, die Vorgaben für NRW gibt es hier. Das heißt, ihr könnt euch - noch bevor ihr den BioLK überhaupt wählt - ansehen, was ihr behandeln werdet. Natürlich sind große Themenkomplexe wie Genetik oder Evolution immer vertreten, denn keiner wird ein Abitur in Biologie absolvieren können, ohne jemals von Gregor Mendel oder Charles Darwin gehört zu haben. Prinzipiell behandelt man die selben Themen wie im Grundkurs, nur ausführlicher. Das heißt, man macht ein Unterthema mehr oder geht etwas mehr "in die Tiefe". Allerdings muss erwähnt werden, dass es für Biologie ziemlich viel Lernstoff gibt. Schon der Grundkurs muss ziemlich viel behandeln und beim Leistungskurs ist es logischerweise noch mehr, weshalb Biologie zurecht als eines der lernintensivsten Fächer überhaupt gilt. Wie für jedes Fach gilt auch für Biologie, dass es Themen geben wird, die euch mehr interessieren werden und solche, die es eher weniger tun. 

Wie sieht der Unterricht im BioLK aus?
Der Unterricht im BioLK ist zum Großteil theoretisch. Wer sich auf großes Mikroskopieren und Sezieren gefreut hat, muss von mir enttäuscht werden. Natürlich sitzt man nicht nur vor Büchern und Arbeitsblättern, aber da man in Biologie sehr viel Stoff in kurzer Zeit durchnehmen muss, ist wenig Zeit für Nebensächliches. Natürlich gibt es auch Exkursionen, so hat mein BioLK zur Genetik ein Molekularbiologisches Labor besucht, zur Ökologie eine mehrtägige Kursfahrt an einen Stausee für Gewässeruntersuchungen unternommen und zur Evolution das Neanderthalmuseum besucht. Aber der Großteil des Unterrichts besteht nun mal aus dem Lesen von Texten, um sich neue Themen beizubringen bzw. neue Dinge zu erfahren. Dazu markiert man sich Dinge im Text, macht sich Notizen und bespricht das Ganze anschließend im Kurs, wobei dann das Tafelbild entsteht, das oftmals aber nicht hilfreicher ist als die eigenen Notizen. Wie ihr euch also vielleicht denken könnt, ist in Biologie sehr viel selbstständiges Arbeiten angesagt. Im Prinzip muss man sich alles selbst beibringen, mit dem Lehrer und dem Kurs sichert man dieses Wissen dann nur ab. Außerdem gibt es recht häufig Hausaufgaben auf, die dann meistens auch daraus bestehen, sich das und das zu erarbeiten oder dieses und jenes zu wiederholen. Das ist nämlich eine weitere Sache: In Biologie lernt man immer mehr, aber man darf von dem Gelernten möglichst nichts mehr vergessen. 

Braucht man für den BioLK Chemie?
Eine Frage, die auch ich mir damals gestellt habe. In der 10. Klasse hatte ich noch Chemie, habe dann für die 11. Klasse den BioLK gewählt und Chemie gleichzeitig abgewählt. Und deswegen kann ich euch ganz klar sagen, dass ihr nicht Chemie belegt haben müsst, um im BioLK zu überleben. Die Mehrheit meiner Bio-Mitschüler hat auch kein Chemie mehr und man kommt bestens ohne zurecht. Ich frage mich wirklich, wie dieser Mythos die Runde gemacht hat, denn man muss kein Chemie belegt haben, um zu wissen, was eine Wasserstoffbrückenbindung oder eine polare Bindung ist. Das sind alles Grundlagen, die man in der Mittelstufe gelernt hat, als Chemie noch Pflicht war. All das hat nichts mit dem Chemieunterricht der Oberstufe zu tun und selbst wenn man in der Mittelstufe eine Chemie-Niete war, sind das alles Sachen, die man sich innerhalb einer Stunde selbst nachträglich beibringen kann. Schließlich habt ihr Biologie gewählt, nicht Chemie. Im Abitur wird euch keiner fragen, wieso bei der Fotosynthese aus 12H2O schließlich 6H2O werden. Also tut mir einen Gefallen und macht euch wegen der Chemie nicht verrückt. Diese sollte meiner Meinung nach kein Ausschlusskriterium sein. Selbst wenn ihr einen Biolehrer abkriegt, dem Chemie total wichtig ist, könnt ihr euch die paar chemischen Grundlagen selbst beibringen. Im Zeitalter von YouTube und Büchern wie "Chemie für Dummies" ist das kein Problem mehr. 

Muss man für den BioLK viel lernen?
Ja! Falls ihr ein eher faules Gemüt habt, solltet ihr euch überlegen, ob ihr euch Biologie wirklich "antun" wollt. Dass man für Biologie viel lernen muss, ist leichter gesagt als getan. Erst wenn man wirklich drin steckt, merkt man, wie viel das alles eigentlich ist. Manchmal höre ich von Mitschülern anderer LKs am Tag vor den Klausuren, dass sie immer noch nicht mit dem Lernen begonnen haben, wohingegen ich schon seit Tagen sämtliche Begriffe und Regeln in meinen Kopf prügele. Außerdem müsst ihr euch bewusst sein, dass es immer mehr wird. Gerade für das Abitur. Da müsst ihr dann nämlich nicht nur den Stoff zur Molekulargenetik beherrschen, den ihr für eure erste BioLK-Klausur draufhaben musstet, sondern etwa achtmal soviel. Deswegen sind zwei Dinge für Biologie wichtig: 1. Fangt früh mit dem Lernen an! 2. Lernt regelmäßig! Außerdem ist es hilfreich, sich für die Klausuren immer ausführliche Lernzettel zu schreiben. Dann habt ihr es in puncto Abiturvorbereitung leichter, da ihr die Lernzettel nach der Klausur - ich bitte darum - hoffentlich nicht wegschmeißt. 

Wie sehen BioLK-Klausuren aus?
Wenn es um BioLK-Klausuren geht, dann geht es um einen wunden Punkt der meisten Schüler. Denn wenn man für eine Bioklausur lernt, dann lernen die Meisten die ganzen Begriffe und Definitionen des Themenkomplexes auswendig und können damit super die Reproduktionsaufgabe lösen. Blöd nur, dass die restlichen 80% der Bioklausur aus Transferaufgaben bestehen. Das heißt, dass es seitenweise Material gibt (Texte, Diagramme, Versuche), die man auswerten und mittels des Gelernten analysieren und erklären muss. Klingt einfach, ist es aber nicht. Schaut euch dazu am besten alte Abiturklausuren an, dann wisst ihr, was euch erwartet. Die Zeiten des "Fülle den Lückentext aus", "Beschrifte die Abbildung" oder "Definiere das und das" sind im BioLK nämlich definitiv vorbei. Leider. 

Wie groß ist der Unterschied zwischen BioLK und BioGK?
Der wesentliche Unterschied liegt zum einen in der Stoffmenge und zum anderen in den Klausuren, letztere sind im Grundkurs um einiges einfacher. Der Grundkurs knüpft ziemlich gut an den Bio-Unterricht aus Klasse 10 an, was das Level angeht. Von Klasse 10 in den BioLK ist es meiner Meinung nach jedoch ein etwas größerer Schritt, vor allem was die Klausuren angeht. Denn spätestens in den Klausuren wird man merken, wieso sich der eigene Kurs eigentlich Leistungskurs nennt. Aber ich möchte euch keine Angst machen, das ist alles machbar, wenn man will. Viele Schüler unterschätzen bloß, dass sie sich im LK nun viel mehr mit Biologie befassen müssen als noch in der 10. Klasse. Da war Biologie für viele ein Nebenfach mit guten Noten und Spaßfaktor. Sobald man ein Fach allerdings als LK wählt, wird es zum Hauptfach. Da reicht es nicht mehr aus, sich am Abend vorher ein paar Sätze aus Wikipedia herauszuschreiben, für grobes Verständnis. Grobes Verständnis muss im BioLK zum großen Verständnis werden. Ein LK ist quasi euer Beruf, nicht euer Nebenjob. 
Wenn ihr euer LK-Wahlkreuz also bei Biologie setzt, dann heiratet ihr dieses Fach. Das Eheversprechen wäre hierbei, dass ihr immer schön fleißig für Biologie lernt, in guten (interessanten, einfachen) wie in schlechten (uninteressanten, stressigen) Zeiten. Denn wenn ihr das nicht tut, kommt es zur Ehekrise und es regnet schlechte Noten. Ich denke, diese Metapher beschreibt den Leistungskurs-Aspekt ziemlich gut.

Bin ich für den BioLK geeignet?
Und nun zum Fazit und der Beantwortung der Fragen aller Fragen: "Bin ich für den BioLK geeignet?
Das ist natürlich eine Frage, die ich euch nicht beantworten kann. Das kann keiner, außer man selbst. Ich kann euch nur sagen, dass ihr die oben genannten Aspekte berücksichtigen solltet. Auch rate ich euch, nicht unbedingt ein zweites aufwendiges LK-Fach zu wählen, wenn ihr schon Biologie nehmen wollt. Biologie und Geschichte würden euch beispielsweise viele Stunden am Schreibtisch bescheren. 
Ihr braucht keine Angst wegen Chemie zu haben, solltet aber wissen, worauf ihr euch mit Biologie einlasst. Ihr werdet recht viel lernen müssen, wenn euch gute Noten wichtig sind. Das sollte aber eine Selbstverständlichkeit beziehungsweise Nebensächlichkeit sein, wenn man sich wirklich für die Biologie interessiert. Denn Leidenschaft ist, wie in so vielen Situationen des Lebens, ein wichtiger Punkt. Wenn ihr keinen Spaß an der Biologie habt, dann lasst es bleiben. Ihr könntet euer Abitur mit viel weniger Aufwand bekommen, wenn ihr Biologie nicht wählt. Mit der Kombination Deutsch/Englisch beispielsweise kommen viele Schüler ohne Lernen sehr weit. Denn für Leute mit der Einstellung "Ich hab Bio gewählt, weil ich Chemie und Physik noch schlimmer finde" ist der Grundkurs da, nicht der Leistungskurs. Der Leistungskurs ist für Leute, die Leistung erbringen wollen. Für Leute, die sich reinknien wollen. Für Leute, die mehr wissen wollen als man für das Abitur wissen muss. Für Leute, die auch gerne mal etwas später zu Bett gehen, weil sie noch ihre BioLK-Hausaufgaben erledigen müssen. Für Leute, die die Biologie, die Lehre vom Leben, mit jeder Zelle des Körpers interessiert.

Samstag, 1. August 2015

Back to School - Vorbereitung für das neue Schuljahr


Sommerferien. Natürlich sind diese zum Großteil dazu da, um sich von den Strapazen zu erholen, die einem die Schule im vorherigen Schuljahr bereitet hat. Doch ehe man sich versieht, sind die sechs Wochen vorüber und der erste Schultag steht bevor. Blöd ist es dann, wenn man am Abend vor  dem Schulbeginn feststellt, dass man ja ganz vergessen hat, neue Schulsachen zu kaufen oder sich um alte Mitschriebe zu kümmern; dass man nach den Ferien doch eigentlich alles anders machen wollte und jetzt doch wieder unorganisiert ins neue Schuljahr startet, obwohl sich das durch sehr wenig Aufwand in den Ferien hätte vermeiden lassen können.
Deshalb handelt der heutige Post von der Vorbereitung auf ein neues Schuljahr. Diese Vorbereitung sollte natürlich in den Sommerferien geschehen, was aber nicht heißt, dass ihr sofort damit beginnen sollt, sobald ihr euer Zeugnis in die Hand gedrückt bekommt. Es reicht meiner Meinung nach völlig aus, wenn man in der letzten Ferienwoche die entsprechenden Besorgungen macht und sich um das ein oder andere kümmert, damit man guten Gewissens in die Schule gehen kann. Die Schritte der Vorbereitung, die ich persönlich als wichtig oder nützlich empfinde, stelle ich euch im Folgenden vor. 

1. Schreibtisch aufräumen / anordnen
Ja, der ein oder andere stöhnt jetzt wahrscheinlich auf, weil das hier kein weltbewegender Tipp ist und wir uns alle etwas Schöneres vorstellen können, als zu putzen oder unser Zimmer auf den Kopf zu stellen. Aber nicht umsonst wird ein Schreibtisch auch als Arbeitsplatz bezeichnet, denn er ist der Ort oder sollte jedenfalls der Ort sein, an dem ihr eure Schulsachen erledigt. Das ist ja schließlich auch der Sinn und Zweck eines Schreibtischs, denn das Bett, in dem viele gerne lernen, ist eher zum Schlafen da.
Es soll Studien geben, die besagen, dass man im Bett nicht so effektiv lernen kann wie am Schreibtisch, da das Gehirn den Schlaf mit dem Bett assoziiert, nicht aber das Büffeln. Wenn jemand dennoch die Gewohnheit pflegt, das Lernen im Bett zu erledigen, könne das zu Schlafstörungen führen, da das Gehirn "verwirrt" ist, weil doch eigentlich das Schlafen im Bett stattfinden sollte, nicht aber das Lernen. Ob an diesen Studien etwas dran ist, sei dahingestellt. 



Jedenfalls ist ein Schreibtisch wichtig und noch wichtiger ist es, dass ihr euch an eurem Schreibtisch wohlfühlt. Da kommt es natürlich wieder auf den Einzelnen an, denn dem einen macht ein Chaos auf dem Schreibtisch nichts aus während der andere seinen Arbeitsplatz absolut minimalistisch hält, was praktisch sein kann, da dann keine Ablenkung vorhanden ist. Ich persönlich habe gerne viel Platz auf meinem Schreibtisch, jedoch brauche ich auch Stifte und sämtliche Utensilien in Griffweite, damit meine Arbeitsphasen nicht durch sinnloses Stiftekramen in irgendwelchen Schubladen unterbrochen werden. Auf den Bildern seht ihr exemplarisch meinen Schreibtisch vor dem Aufräumen, meinen Schreibtisch, wenn er leergeräumt ist und dann das finale Ergebnis, bei dem die wichtigsten Dinge ihren Platz haben. Da mein Schreibtisch jedoch nach wenigen Tagen wieder aussieht so wie links, räume ich ihn wöchentlich auf. 

2. Schulsachen zurechtlegen
Das hier ist ein sehr umfassender Schritt, der den Umgang mit euren Schulsachen beinhaltet. Zunächst einmal solltet ihr natürlich alte Blätter und Materialien entsorgen oder abheften, wenn ihr sie nicht für das kommende Schuljahr benötigt. Es ist dennoch ratsam, die Mitschriften aus den Abiturfächern nicht einfach wegzuwerfen oder beim sommerlichen Grillen anstelle von Holzkohle zu verwenden, denn eventuell könnten sich diese noch einmal als nützlich erweisen. Das Abheften habe ich übrigens direkt nach der Zeugnisaufgabe erledigt, weil es keine sehr anspruchsvolle Aufgabe ist, im Gegenteil, es hat etwas Befreiendes.
Natürlich müsst oder wollt ihr euch auch die ein oder anderen neuen Dinge für das neue Schuljahr zulegen, also ist auch irgendwann mal der Gang in die Schreibwarenhandlung angesagt. Was genau ihr kauft, bleibt natürlich euch überlassen. Wenn euch eure Schulbücher am Herzen liegen, könnt ihr diese natürlich mit Umschlägen einschlagen, vielleicht motiviert euch aber auch ein neuer Textmarker oder ihr beschließt, vom Füller auf den Kugelschreiber umzusteigen. Was auch immer euer Herz begehrt, kauft es euch. Denn wer will schon den alten Bleistiftstummel aus dem Vorjahr weiterverwenden? Neue Schulsachen können sogar dazu führen, dass man sich auf den Gang in die Schule freut, weil man sie dann endlich benutzen kann.
Dann ist auch noch wichtig, dass ihr euer "System" vorbereitet. Auf gut Deutsch: Ordner oder Hefter/Mappen. Ich persönlich bin ein Ordner-Mensch und bereite meinen Ordner in den Sommerferien dementsprechend vor.



Ich kaufe mir stets ein neues Register, erstelle Deckblätter für die einzelnen Fächer und drucke mir meine alljährliche Notenübersicht aus, damit ich meine Leistungen jederzeit im Blick habe. Diese Übersicht habe ich euch übrigens hier zum Download zur Verfügung gestellt. Natürlich kann man sich im Nachhinein auch noch den Stundenplan in den Ordner kleben sowie irgendwelche Fotos oder motivierenden Zitate.
Da man in einem Ordner alles kompakt beisammen hat, habe ich mich bewusst gegen Schnellhefter entschieden. Falls ihr dennoch eher die Mappenfans seid, kann ich euch eine Heftbox empfehlen, damit eure Hefter nicht so schnell zerknicken. 

3. Schultasche 
Falls ihr euch eine neue Schultasche anschaffen wollt, dann solltet ihr am besten vom Beginn der Ferien an die Augen offen halten, denn gerade wenn man einen Ordner hat, braucht man eine große Tasche, so meine Erfahrung. Bis hierhin habe ich diesen Schritt übrigens erfolgreich für dieses Schuljahr eingehalten, links seht ihr meine neue Tasche.



Die Tasche muss natürlich gepackt werden, das mache ich jedoch immer am Abend vor dem Schulbeginn. Zum einen müsst ihr die oben angesprochenen Schulsachen mitnehmen, schließlich ist es eure Schultasche, aber es ist auch nützlich, gewisse andere Dinge einzupacken. Deo, Kaugummi, Taschentücher, Lippenpflege, Handcreme, Desinfektionsmittel, etc. - die Liste der Dinge, die einem den Schulalltag erleichtern können, ist ellenlang. Den genauen Inhalt meiner Schultasche habe ich hier auf Instagram schon einmal genauer erläutert.

4. Planer vorbereiten
Wer gut organisiert in das neue Schuljahr starten will, sollte sich natürlich auch rechtzeitig einen Terminplaner anschaffen. Je nachdem, wie viele Ansprüche man an seinen Kalender erhebt, sollte man auch hier bereits von Beginn der Ferien an die Augen offen halten. 



Hat man den Planer seiner Träume dann gefunden, kann man damit beginnen, wichtige Termine vorab einzutragen. Egal ob Geburtstage, Feiertage oder aber schulrelevante Termine. Denn viele Schulen (zumindest meine) geben bereits feststehende Termine auf der Homepage an, von denen ihr diejenigen, die euch betreffen, in euren Planer übernehmen könnt. Vielleicht findet ihr durch diesen Schritt ja bereits heraus, dass ihr dann und dann einen schulfreien Tag habt. Das könnt ihr dann in euren Kalender eintragen und euch im Voraus freuen. 
Je nach Bundesland und Jahrgang findet ihr eventuell auch schon die Termine eurer Abiturprüfungen, diese geben die Schulministerien etwa zwei Jahre im Voraus bekannt. Falls ihr eine Countdown-App habt (meine heißt Dreamdays), könnt ihr so problemlos verfolgen, wie weit das Abitur noch aussteht. So werdet ihr nicht überrumpelt und habt immer im Blick, wann endlich die großen Tage kommen, auf die ihr jahrelang hingearbeitet habt. Natürlich könnt ihr in solche Apps auch andere Termine eingeben, denn zu sehen, wann die nächste Matheklausur ansteht oder in wie vielen Tagen die nächsten Ferien anbrechen, ist auch ganz nützlich. 

5. Stoff nachbereiten
Kein guter Lehrer erwartet von euch, dass ihr euch in den Ferien intensiv mit seinem Fach beschäftigt. Die meisten Lehrer setzen nur voraus, dass sie mit ihrem Unterricht nach den Ferien dort weitermachen können, wo sie vor den Ferien aufgehört haben. Das heißt übersetzt, dass ihr am letzten oder vorletzten Ferientag noch einmal durchgehen solltet, was ihr als letztes im Unterricht gemacht habt. Da euch das eure unvorbereiteten Mitschüler mit Sicherheit nicht gleichtun werden und viele Lehrer deshalb trotzdem eine kleine Wiederholungseinheit einlegen werden, könnt ihr dann sogar punkten. Denn ihr habt euch den Stoff ja bereits in Erinnerung gerufen und könnt so bereits zu Schuljahresbeginn die ersten Pluspunkte für die sonstige Mitarbeit sammeln. 
Wenn ihr in der glücklichen Lage seid, dass ihr von der 9. in die 10. oder von der 10. in die 11. Klasse kommt, betrifft euch das natürlich nicht, denn ihr werdet neue Kurse und somit auch neue Lehrer bekommen, die keinen konkreten Stoff voraussetzen können, weil alle Schüler auf unterschiedlichem Leistungsstand sein werden und zum Ende des letzten Schuljahres nicht zeitgleich das Gleiche behandelt haben.

6. Orientierung am Idol 
Das hier ist ein optionaler Schritt für diejenigen, die im vorherigen Schuljahr eventuell nicht ganz mit sich zufrieden waren. Vielleicht wart ihr zu faul, habt zu wenig Lernaufwand betrieben, wart zu schüchtern oder aber viel zu vorlaut den Lehrern gegenüber, vielleicht wollt ihr auch bloß ein paar förderlichere Eigenschaften an den Tag legen. Oder aber ihr braucht Motivation. Hier ist es sinnvoll, ein geeignetes Idol zu Rate zu ziehen und sich in unsicheren Situationen zu fragen: "Was würde mein Idol jetzt tun?" 
Das mag vielleicht etwas dusselig klingen, aber es kann durchaus helfen. Denn wenn ich beispielsweise vor irgendeiner nervtötenden Hausaufgabe sitze und am liebsten einfach das Buch zuschlagen will, stelle ich mir einfach die Frage: "Was würde Hermine Granger tun?" (Eines meiner Idole, wie man unschwer an meinem Blognamen erkennen kann). Die Antwort auf diese, mir selbst gestellte Frage ist simpel: "Hermine Granger würde weitermachen." Also mache ich auch weiter. So einfach kann Selbstmotivation sein. 

7. Medienkonsum einschränken
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass jeder, der das hier liest, in irgendeinem sozialen Netzwerk aktiv oder in irgendeiner Weise ständig mit dem Internet verbunden ist. Falls ihr zu den Leuten gehört, die an öffentlichen Orten ständig ihr Handy herausholen, um herauszufinden, ob es einen öffentlichen WLAN-Hotspot gibt oder ihr euch gar nicht mehr daran erinnern könnt, wann ihr euer Handy das letzte Mal so richtig heruntergefahren habt, dann sollte euch dieser Tipp ganz besonders interessieren beziehungsweise betreffen. Denn wir lassen uns mittlerweile stärker vom Internetkonsum ablenken, als wir glauben.
Es erfordert wirklich Disziplin, um beim Lernen nicht ständig auf das Handy zu starrren oder eine eingegangene Nachricht unbeantwortet zu lassen, bis man Hausaufgabe X erledigt hat. Zum Glück gibt es auch für dieses Problem kleine Mittel, die euch dabei helfen können, den Handy/Internetkonsum einzuschränken. Zwei davon stelle ich euch an dieser Stelle vor.
Eine wirklich gute Smartphone-App ist die App "Forest" (0,99€ für iOS, kostenlos für Android). In dieser App könnt ihr Bäume pflanzen und dabei einstellen, wie lang euer Baum wachsen soll (Länge des Wachstums = Länge der Lernsession). In der Zeit, in der euer Baum wächst, könnt ihr die App nicht verlassen, um beispielsweise eure Nachrichten zu lesen. Ihr könnt schon, aber ihr solltet es besser nicht tun, denn wenn ihr das macht, geht euer Baum ein. Jetzt denkt ihr euch vielleicht "Ist mir doch egal, ob der blöde Baum verwelkt. Das hält mich garantiert nicht vom Handykonsum ab", aber so ist das nicht. Ich hatte auch erst meine Zweifel, aber sobald der Baum wächst, lässt man ihn auch zu Ende wachsen. Diese App weckt unbekannten Ehrgeiz und Disziplin und ihr solltet sie wirklich ausprobieren.
Ein anderes Programm, dass ich euch empfehlen kann, ist "StayFocused". Das ist ein kostenloses Tool für Google Chrome, mit dem ihr einstellen könnt, an welchen Tagen welche Websites von wann bis wann gesperrt sein sollen. Zwischen 14 und 20 Uhr habe ich in der Woche beispielsweise keinen Zugriff auf YouTube, Facebook & Co, weil das Tool diese Websites für diesen Zeitraum sperrt. Das kann echt frustrierend sein und man kann das Tool auch nicht für den derzeitigen Tag abstellen (immer nur für die anstehenden Tage), weshalb "StayFocused" unglaublich effektiv ist. Es gibt Ablenkung nicht die geringste Chance.
Probiert die beiden Programme in den Ferien einfach mal aus und entscheidet dann, ob ihr sie im kommenden Schuljahr benutzen möchtet.

8. Abirechner
Das hier ist ein kleiner Tipp am Rande für all die Mutigen, die sich bereits in den zwei letzten Jahren ihrer gymnasialen Schulzeit befinden. Mit dem Abirechner, den ihr über Google für so gut wie jedes Bundesland findet, könnt ihr ein wenig rumspielen und kalkulieren, wie sehr ihr euch in welchem Fach anstrengen müsst, um den und den Abiturdurchschnitt zu erreichen. 

9. Ruhe bewahren
Zu guter Letzt noch ein Appell an alle, die in der Nacht vor dem Schulbeginn kein Auge zudrücken. Versucht einfach, gelassen in das neue Schuljahr reinzugehen. Macht am letzten Ferientag etwas Schönes und genießt die letzten freien Stunden.


Anfangs bedeutet das neue Schuljahr natürlich immer Stress, denn eventuell stimmt der Stundenplan noch nicht oder man muss sich erst damit abfinden, dass man den verrufensten Lehrer der Schule abbekommen hat. Aber das legt sich in der Regel schnell, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ihr solltet nicht vergessen, dass ein neues Schuljahr auch eine neue Chance darstellt. Denn ähnlich wie mit den guten Vorsätzen zum Neujahr schaffen es viele erst zum neuen Schuljahr, sich zu verändern. Deshalb: Nutzt die Sommerferien und bereitet euch zumindest ein wenig auf das kommende Jahr vor. Denn es verhält sich genau so, wie Meredith Grey gesagt hat:

"Es tut weh zu wachsen. Wer sagt, er wäre nicht so, der lügt. Aber die Wahrheit ist, je mehr sich Dinge verändern, umso mehr gleichen sie sich. Und manchmal - manchmal ist Veränderung etwas Gutes. Und manchmal ist Veränderung alles."





Donnerstag, 14. Mai 2015

Wie erstelle ich einen Lernplan?


Wenn man sich auf eine Klausur vorbereitet, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie man vorgehen kann. Die organisierteste und am besten vorbereitende Variante ist meiner Meinung nach die Erstellung eines Lernplans. Vor allem in der Oberstufe werden in einer Klausur gleich mehrere (Unter-)themen abgefragt, die man während der Klausurvorbereitung alle noch einmal durchgehen sollte. Denn wer kennt es nicht: Man hat sich auf die Klausur eigentlich ganz gut vorbereitet und dann wird in einer Aufgabe genau das Thema abgefragt, das man vor drei Monaten mal kurz im Unterricht angesprochen und als unwichtig abgestempelt hat. Außerdem hilft ein Lernplan dabei, eine Nachtschicht vor der Klausur zu vermeiden. Denn was mit einem Lernplan garantiert nicht passieren wird, ist, dass ihr zwei Tage vor der Klausur merkt, dass ihr den ganzen Stoff bis übermorgen niemals ganz durchgehen könnt.

Deswegen zeige ich Euch heute mal an einem fiktiven Beispiel (das heißt, ich habe mir sämtliche Seitenzahlen ausgedacht und schreibe an dem angegebenen Tag auch keine Bio-Klausur), wie ich meine Lernpläne erstelle und mich auf Klausuren vorbereite. Los geht's!


Auf dem Bild seht ihr zunächst einmal all die Sachen, die ich für die Erstellung meines Lernplans brauche. 
Das sind zwei Blätter, möglichst viele bunte Textmarker (ihr könnt auch einfach andere, bunte Stifte nehmen), einen Stift zum Schreiben und kleine, bunte Klebezettelchen (möglichst in den Farben der Textmarker). 

Schritt 1: Themen aufschreiben
Ich nehme mir den ersten Zettel und schreibe dort erst mal all die Themen auf, die ich zu bearbeiten habe. Am besten geht ihr dafür euere Mappe durch, von der ersten Mitschrift nach der letzten Klausur bis zur letzten Mitschrift vor der Klausur. So könnt ihr sicherstellen, dass ihr nichts vergesst. Natürlich gibt es auch nette Lehrer, die vor der Klausur sagen, welche Themen abgefragt werden. Aber auch dann solltet ihr eure Mappe durchgehen, das wird für Schritt 2 noch einmal wichtig. Jedes Thema nummeriere ich übrigens.

Schritt 2: Material ergänzen
Unter jedes Thema schreibe ich mir dann Seiten aus verschiedenen Büchern, in denen das Thema behandelt wird. Diese Seiten sind dann die Grundlage für die Lernzettel, die ich mir erstelle. Ein Lernplan ist für mich nämlich größtenteils ein Plan, der mir sagt, wann ich welche Lernzettel zu erstellen habe. Ich lerne nämlich durch das Anfertigen von Lernzetteln und dem späteren Durchlesen dieser Zettel. Ein Post dazu, wie ich meine Lernzettel erstelle, wird in Zukunft auch noch folgen. 
Wie ihr seht, ist das letzte Thema eigentlich gar kein Thema, denn hier liste ich (Internet-)Seiten auf, auf denen es Übungsaufgaben  zu all den oben genannten Themen gibt, eventuell sogar ganze Klausuren. Vor allem in Mathe kann diese Liste richtig lang werden, da in diesem Fach nur "Rechnen, rechnen, rechnen" hilft. In Biologieklausuren sind Übungsaufgaben auch super, um mit dem Stil der Anwendungsaufgaben vertraut zu werden. Eventuell stolpert ihr bei sorgfältiger Bearbeitung dieses Punktes sogar auf eine Aufgabe, die euer Lehrer für die Klausur benutzt. 
Zudem wird hier deutlich, warum es wichtig/nützlich ist, sich für die Lernplanerstellung noch einmal die ganze Mappe anzusehen: In einigen Fächern teilen Lehrer Arbeitsblätter aus, die ganz hilfreich sind. Diese könnt ihr dann auch in der Liste ergänzen. Oder ihr findet beim Durchblättern eine Aufgabe, die schon ganz in Vergessenheit geraten ist.



Schritt 3: Themen farbig markieren
Jetzt kommen die Textmarker zum Einsatz. Jedes Thema wird samt seiner Nummer in einer bestimmten Farbe markiert. Warum? Zum einen sieht es schöner aus, zum anderen hat das Ganze auch einen Nutzen, wie ihr später noch sehen werdet. Natürlich gibt es Textmarker nicht in allen Farben des Regenbogens und wenn ihr für größere Klausuren mehrere Themen bearbeiten müsst, wird es etwas knifflig. Dann könnt ihr auch einfach Bunt- oder Filzstifte benutzen.

Schritt 4: Themen auf Tage verteilen
Dafür braucht ihr nun den zweiten Zettel. Hierauf könnt ihr nun den eigentlichen Lernplan schreiben, indem ihr überlegt, an welchen Tagen ihr welches Thema bearbeiten wollt. Das muss natürlich nicht unbedingt in der auf Zettel 1 festgelegten Reihenfolge passieren, wenn die Themen nicht wesentlich aufeinander aufbauen. Ich habe Mittwochs beispielweise nicht viel Zeit, weshalb ich das recht umfassende Thema 1 nicht bearbeiten könnte. Das mache ich dann am Freitag, während ich am Mittwoch "nur" Thema 2 durchnehme. Sinnvoll ist es dabei natürlich, den Punkt mit den Übungsaufgaben ganz zum Schluss zu erledigen, wenn man schon gut vorbereitet ist und sich Wissen angeeignet hat.
Ich glaube, das Prinzip ist verständlich. Natürlich könnte man das auch alles auf einen Zettel quetschen, aber ich habe es gerne übersichtlicher. Auf den zweiten Zettel könnte man auch ganz verzichten, wenn man Zettel 1 als eine Art "To-Do"-Liste benutzt, aber dann geht man das Risiko ein, nicht alle Themen rechtzeitig abzuarbeiten.


Schritt 5: Themen in Kalender übertragen
Das ist natürlich optional. Da jedes Thema seine Nummer hat, übertrage ich diese auch immer problemlos in meinen Tischkalender und in mein Hausaufgabenheft. Das minimiert das Risiko, den Lernplan zufälligerweise zu vergessen.
Lasst euch nicht vom Bild verwirren, weil die Nummern plötzlich ganz andere Farben haben. Das auf dem Bild sind die Nummern und ihre Farben, wie ich sie für den Lernplan meiner wirklichen Bioklausur benutzt habe. Der oben angefertigte Lernplan hingegen ist fiktiv. 

Schritt 6: Material markieren
Die in Zettel 1 aufgelisteten Buchseiten, Arbeitsblätter, etc. markiere ich oft mit Klebezettelchen, damit keine Zeit und Nerven dafür verloren gehen, ständig das Buch auf Seite X aufzuschlagen oder die Mappe nach dem und dem Arbeitsblatt zu durchforsten. Hier wird noch einmal der Sinn des Textmarkers deutlich: Das Thema "Biotischer Faktor Konkurrenz" hat auf auf den Zetteln die Farbe gelb (→gelber Textmarker), weshalb ich das Material zur "Konkurrenz" auch mit gelben Post-Its markiere.
Wenn ihr zu viele Farben habt und keine gleichfarbigen Klebezettel, dann könnt ihr diesen Schritt weglassen oder die Nummern der Themen auf Klebezettel irgendeiner Farbe schreiben. 



Meistens drucke ich mir auch noch zusätzlich eine allgemeine Übersicht aus, auf der alle Klausurtermine der Klausurphase vermerkt sind. Dort vermerke ich dann auch noch das Thema und den geplanten Termin des Lernstarts, damit ich die Termine nicht vergesse, und weiß, wann ich mit dem Lernen anfangen sollte. Der Lernstart für Biologie am 26.04. zum Beispiel bedeutet für mich, dass ich an diesem Tag den Lernplan erstelle. Für nicht so lernaufwändige Fächer wie Englisch reicht wesentlich weniger Lernzeit aus und ein Lernplan ist auch nicht unbedingt notwendig.

Und das war es auch eigentlich schon zu meiner Lernplanerstellung. Zwar habe ich damit das Rad nicht neu erfunden, aber ich bin mit dem System ganz zufrieden, da es sich eigentlich auf jedes Fach übertragen lässt. Natürlich fordert das Einhalten eines Lernplans eine Menge Motivation und Disziplin, aber wenn man die Themen nach und nach abhaken und durchstreichen kann und den Lernzettel nach der dank dem Lernplan erfolgreich verlaufenen Klausur zusammengeknüllt in den Papierkorb wirft, weiß man, dass es den Aufwand wert vor. Den Aufwand des Lernens natürlich, denn so ein Lernplan ist schneller erstellt, als man denkt. 

Sonntag, 8. Februar 2015

Lerntipps - Der Weg zu (sehr) guten Noten


Die wohl meistgestellte Frage an mich ist und bleibt die Frage nach Lerntipps. Oft will man anfangen zu lernen, weiß aber nicht wie. Doch was bedeutet "lernen" überhaupt? Im Wikipedia-Artikel zu "Lernen" steht geschrieben:

"Die Fähigkeit zu lernen ist für Mensch und Tier eine Grundvoraussetzung dafür, sich den Gegebenheiten des Lebens und der Umwelt anpassen zu können, darin sinnvoll zu agieren und sie gegebenenfalls im eigenen Interesse zu verändern."

Vor allem Letzteres halte ich für sinnvoll. Sich zu verändern und seinen Horizont zu erweitern sollte im Zentrum unseres Interesses stehen. Und auch wenn lernen ätzend sein kann, es kann Spaß machen und ist unausweichlich. Deswegen werde ich euch heute mal erzählen, wie ich lerne und welche Lerntipps ich für sinnvoll halte - und welche nicht. Natürlich ist nicht jeder Tipp für jeden von uns geeignet, aber vielleicht ist ja trotzdem etwas Nützliches dabei. Los geht's!

1. Findet euren Lerntyp
Zugegeben, das mit den verschiedenen Lerntypen hört sich schon etwas abgehoben an. Aber man sollte wissen, dass verschiedene Menschen auf unterschiedliche Art und Weise gut lernen können. Es gibt vier verschiedene Lerntypen: den auditiven, den visuellen, den kommunikativen und den motorischen Lerntyp. Es gibt also Menschen, die durch Zuhören gut lernen, andere wiederum durch "Sehen", durch Sprechen oder durch "Machen". Es gibt im Internet diverse Tests, mit denen ihr euren Lerntyp ermitteln könnt, wobei ich finde, dass man erst durch Ausprobieren feststellt, wie man am besten lernt. Ich schwanke irgendwo zwischen auditiv und visuell. Folglich lerne ich gut durchs Zuhören (z.B. im Unterricht), aber auch durch Abbildungen etc. 

2. Hausaufgaben 
Hier spalten sich die Geister. Ich bin der Meinung, dass es immer sinnvoll ist, seine Hausaufgaben zu erledigen. Ich mache jede noch so sinnlose Hausaufgabe, aus dem einfachen Grund, dass Hausaufgaben der Übung dienen. Wenn ihr etwas im Unterricht nicht ganz verstanden habt und ihr es aber für die Hausaufgaben braucht, müsst ihr euch zu Hause so lange mit dem Thema auseinandersetzen, bis ihr es versteht. Das ist die halbe Miete und erspart euch eine Menge Arbeit, da ihr, wenn ihr für Klausuren lernt, nicht sofort auf Unverstandenes stoßt. Auch mache ich meine Hausaufgaben so lange, bis ich zufrieden bin. Ich gebe also nicht während der Mathehausaufgaben auf, weil ich ständig die falsche Lösung herausbekomme, sondern probiere es so lang weiter, bis ich weiß, dass das Ergebnis stimmt. Dann könnt ihr eure Hausaufgaben auch im Unterricht vorstellen und erntet beim Lehrer Pluspunkte, da er merkt, dass euch sein Fach "wichtig" ist. Das gilt übrigens nicht nur für Mathe: Wenn ihr in Deutsch eine Analyse aufbekommt, dann macht diese auch sorgfältig, und schreibt nicht nur eine halbe Seite.
Übrigens solltet ihr eure Hausaufgaben möglichst in guter Haltung machen, am besten an eurem Schreibtisch. Das heißt nicht, dass ihr super unbequem sitzen müsst, aber Hausaufgaben im Bett zu machen ist meiner Meinung nach keine gute Idee (ich jedenfalls könnte im Bett nicht grade schreiben). Außerdem sollte eure Lampe möglichst richtig stehen. Das klingt verrückt, aber ich hatte meine Schreibtischlampe früher immer rechts von mir stehen. Und da ich Rechtshänderin bin, hat meine Hand dann immer Schatten auf das Blatt geworfen, sehr kontraproduktiv.



3. Im Unterricht aufpassen
Oben habe ich gesagt, dass Hausaufgaben die halbe Miete sind. Die andere Hälfte ist das Aufpassen im Unterricht! Wenn ihr eurem Lehrer zuhört, euch gegebenenfalls auch Notizen zu dem, was er sagt macht (vor allem in Pädagogik sinnvoll, wie ich festgestellt habe), ist das ein super Weg zu guten Noten. Zunächst einmal merkt euer Lehrer, dass ihr aufmerksam seid und nicht mit euren Sitznachbarn quatscht. Wenn ihr noch einen draufsetzen wollt, dann haltet Blickkontakt zu eurem Lehrer und nickt ab und zu leicht und unauffällig. Das signalisiert Interesse und ich persönlich glaube, dass das bei den meisten Lehrern gut ankommt. Natürlich solltet ihr auch das mitschreiben, was euer Lehrer an die Tafel schreibt.
Und wenn ihr mal etwas nicht versteht, dann fragt ruhig nach. Euer Lehrer wird euch schon nicht als "doof" abstempeln, schließlich ist das Lehren seine Aufgabe und er wird dafür bezahlt. Falls ihr aber trotzdem nicht gerne zugebt, dass ihr etwas nicht ganz verstanden habt (ist bei mir fast immer so, wenn ich etwas nicht verstehe), dann merkt euch das Nicht-Verstandene und holt es zu Hause nach.

4. Mündliche Beteiligung
Die einen werden hier sicherlich überhaupt keine Probleme haben, die anderen jedoch schon. Wenn ihr ohnehin super Noten im Mündlichen habt, könnt ihr das hier gerne überspringen. Ich will mich hier nämlich an die Leute wenden, die sich nicht trauen, im Unterricht aufzuzeigen, und deswegen oft eine Note erhalten, die dem, was man wirklich kann, nicht gerecht wird. Mein Mathelehrer bezeichnet diese Leute als "Menschen, die alles können, aber nie was sagen", und irgendwie hat er ja recht. Vor der 11. Klasse habe ich mich auch nicht wirklich oft im Unterricht gemeldet, was aber eher daran lag, dass ich es als unnötig empfunden habe, bis zur 11. Klasse "Leistung" zu erbringen, wenn es sowieso nur um die Versetzung geht. Wenn Lehrer mir dann meine Noten gesagt haben hieß es immer ich sei schüchtern und als ich ihnen dann die wahre Intention genannt haben, waren sie immer ganz stutzig. Totschlagargument. Aber wenn es dann um die Punkte für's Abi geht ist es nun mal wichtig, sich im Unterricht zu beteiligen. Auch wenn manche Lehrer wirklich mies sind und sofort einen blöden Spruch drücken, wenn man etwas Falsches sagt. Aber diese Lehrer sind selten. Die meisten Lehrer freuen sich, wenn sich überhaupt jemand meldet. Das zeigt Bereitschaft, und auch wenn ihr etwas sagt, das nicht richtig ist: Jeder Fehler ist besser, als es nie versucht zu haben. Und selbst wenn es ein superblöder Beitrag ist: Am nächsten Tag denkt kein Mensch mehr daran. Zieht ihr eure Mitschüler auf, wenn sie in Mathe die falsche Lösung genannt haben oder in Deutsch eine Metapher falsch gedeutet haben? Nein! Also, meldet euch einfach und behauptet euch, es kann sogar richtig Spaß machen. Der erste Schritt ist immer der schwierigste.

5. Lernzettel erstellen
Jetzt geht es um die Klausurvorbereitung. Bei mir hat es sich irgendwie eingebürgert, dass ich mir Lernzettel mache und diese nach der Klausur in meine Abiordner abhefte, um sie später auch in puncto Abiturvorbereitung nutzen zu können (darüber habe ich hier schon geschrieben).
Jedenfalls verwende ich dafür immer karierte Ringbuchblätter ohne Rand und fasse darauf die wichtigsten Unterthemen detailliert zusammen, vor allem in Bio kann das sehr ausführlich werden. Oft verwende ich dabei unterschiedliche Bücher als Quelle, da in jedem Buch etwas anderes gut erklärt ist. Natürlich könnt ihr euch auch einfach eine Zusammenfassung aus dem Internet runterladen, aber das selber-aufschreiben oder abtippen prägt das Wissen noch mal zusätzlich in eurem Kopf ein. Außerdem drucke ich mir oft auch noch hilfreiche Bilder / Grafiken aus und ergänze meine Lernzettel damit. So besteht eigentlich meine ganze "Lernerei" vor Klausuren nur aus Lernzettel-machen. Am Tag vor der Klausur lese ich mir diese dann alle mehrmals durch. Ich lerne niemals jedes Wort einzeln auswendig, es sei denn, ich habe mir in Deutsch schon vorab eine Einleitung oder Ähnliches formuliert. Aber in Biologie empfinde ich das zum Beispiel als unnötig. Die meisten meiner Mitschüler machen das, aber ganz ehrlich, was bringt das denn? Wenn man sich gemerkt hat, wie die ganzen Vorgänge detailliert ablaufen, kann man es auch in der Klausur ausformulieren, die zum Großteil sowieso nur aus Anwendungsaufgaben besteht. Es gilt also: Inhalt vor Verpackung.

6. Planen: Alles unter einen Hut kriegen
Dieser Tipp bezieht sich jetzt eher auf den Alltag. Hausaufgaben solltet ihr euch, wie hier bereits erwähnt, natürlich aufschreiben. In vielen Hausaufgabenheften verliert man vor lauter Stichpunkten allerdings schnell den Überblick oder es ist schwierig, auch noch Freizeitaktivitäten und Termine mit einzuplanen. So stellt man vielleicht fest, dass man die Deutschanalyse doch nicht wie geplant heute Nachmittag schreiben kann, da dort der Termin beim Zahnarzt ansteht. Und Abends kann das Ganze auch nicht nachgeholt werden, weil man zum Tennistraining muss.
Um genau dieses Phänomen zu vermeiden, drucke ich mir alle zwei Wochen den "2-Weeks Planner" von theprojectgirl.com aus, den findet ihr hier. Dort trage ich immer ein, was zu welcher Tageszeit zu erledigen ist, und wenn der Punkt erledigt ist, streiche ich ihn durch (ein super Gefühl!). Probiert's doch mal aus, wenn ihr ein wenig System ins Chaos bringen wollt.



7. Noten im Blick behalten
Hier habe ich bereits von meiner Notentabelle erzählt. Es ist also immer sinnvoll, sich seine Noten zu jeder Zeit vor Augen zu führen. Denn nichts ist schlimmer, als ein nahendes Zeugnis und ein Durchschnitt, der einem ein ganz flaues Gefühl im Magen beschert. Fangt also am besten frühstmöglich damit an, eure Noten festzuhalten. Es kann auch sinnvoll sein, mitten im Schuljahr zum Lehrer zu gehen und nach dem aktuellen Stand der Dinge zu fragen. Denn Lehrer sind dazu verpflichtet, euch jederzeit Auskunft über eure aktuelle Leistungssituation geben zu können.
Außerdem ist es viel leichter, sich zum Lernen aufzuraffen, wenn man weiß, dass in Fach XY noch Luft nach oben ist. Erst wenn man sich den Hürden stellt, kann man sie überqueren. Die ganz Mutigen können ja mal nach "Abirechner" googeln, den gibt es für die meisten Bundesländer. Dort könnt ihr eingeben, welche Punkte ihr voraussichtlich in euren Fächern erhalten könnt und das Programm rechnet euch dann euren Abischnitt aus. Ihr werdet feststellen, dass manchmal nur das ein oder andere Fach einen Punkt besser werden muss, um die Nachkommastelle des Schnittes zu verändern. Eine echte Motivation also.

8. Die Sache mit den Vokabeln
"Vokabeln lernen? Das machen nur die Fünftklässler!" - und ja, irgendwie ist schon was dran an dem Satz. Natürlich muss man Vokabeln kennen, um eine Sprache sprechen zu können. Und wenn ihr eine Sprache erst seit kurzer Zeit lernt, dann ist es natürlich notwendig, dass man sich einen Grundwortschatz aufbaut. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man Wörterbücher in den Klausuren benutzen darf. Und da hört für mich persönlich das Vokabellernen auf. In Klausuren braucht man oft themenspezifisches Vokabular, in meiner mündlichen Spanischprüfung musste ich zum Beispiel wissen, was "Stacheldrahtzaun" heißt. Aber man muss sich immer vor Augen führen, dass man Sprachen für die Zukunft lernt. Und ich denke nicht, dass man diese spezifischen Wörter dann noch mal braucht. Konzentriert euch also lieber auf die Zeitformen und das Drumrum. Formulierungen sind natürlich schon wichtig, Standardsätze zur Einleitung etc.
Wenn ihr aber dennoch mal Vokabeln lernt, dann kann ich euch Computerprogramme dafür sehr empfehlen. Ich habe immer den Vokabeltrainer von Langenscheidt benutzt, es gibt aber auch noch diverse andere Programme, zum Beispiel "Phase 6". Auch findet man viele kostenlose Apps, mit deren Hilfe ihr sogar in Bus und Bahn Vokabeln lernen könnt. Ich persönlich bin kein Freund der Karteikarten (in der Unterstufe mussten wir immer Vokabeln mit Kärtchen lernen, unsere Lehrerin hat es uns aufgezwungen. Es war schrecklich nervig). Dann gibt es natürlich noch das Vokabelheft, mein Ding war das allerdings auch nie.

9. Mathe, der Außenseiter
Für fast jede Klausur kann man Informationen sammeln, zusammenfassen und auswendiglernen. Wäre da nicht unser aller Freund, die Mathematik. In Mathe kann man sich natürlich auch Lernzettel machen und Rechenwege an einem Beispiel erläutern, was in Hinblick auf die Abiturvorbereitung sogar ganz sinnvoll sein kann. Aber wenn es um das Lernen für die anstehende Matheklausur geht, hilft leider nur eines: Rechnen, rechnen, rechnen. Am besten fangt ihr schön frühzeitig damit an, indem ihr noch einmal alle Aufgaben durchgeht, die ihr im Unterricht behandelt habt - diese Aufgabentypen werden nämlich in der Klausur abgefragt. Natürlich packen die meisten Lehrer noch eine weiterführende, letzte Aufgabe in die Klausur rein, aber um die solltet ihr euch erst mal keine Sorgen machen. Wichtig ist, dass ihr wisst, wie ihr bei welcher Aufgabenstellung vorgehen müsst.



10. Lernvideos
Wenn ihr einen recht bekannten Text bekommen habt (z.B. ein Gedicht von Goethe), den ihr nicht versteht, oder einfach nur Bahnhof versteht, wenn ihr ein Thema im Buch nachlest, dann gibt es zum Glück immer noch Leute (Gott habe sie selig), die im Internet Lernvideos hochladen. Von A wie Analyse über P wie Polynomdivision bis Z wie Zellatmung findet man wirklich Videos zu fast jedem Thema. Besonders viele Videos gibt es zu Mathe, Deutsch und Bio, sucht einfach auf YouTube nach eurem Thema und schon wird euch geholfen. Das ist ein wirklich super Tipp, auch für diejenigen von uns, die gerne mal etwas auf den letzten Drücker in ihren Kopf bekommen müssen. Lernvideos sind kurz und veranschaulichen das Thema in seinen wichtigsten Aspekten.
Wenn ihr beispielsweise in Deutsch ein Drama hättet lesen müssen, euch aber einfach nur ein zusammenfassendes Video dazu anseht und dann die Klausur schreibt - dann kann ich euch nicht garantieren, dass ihr eine Eins schreibt, aber prinzipiell ist nichts unmöglich.
Lernvideos sind also super für faule Leute, für visuelle Menschen oder auch für Schüler, die ihr bereits vorhandenes Wissen einfach noch mal abgleichen und festigen wollen.
Besonders empfehlen kann ich euch "GeroMovieOriginal" für Biologie und "Deutschstundeonline" für Deutsch - beide Kanäle findet ihr auf YouTube.

11. Referate
Natürlich sind Referate eine ganz gute Möglichkeit, die mündliche Note zu verbessern. Manche Lehrer machen Referate sogar "verpflichtend", das heißt, sie teilen Themen in Gruppen auf und ihr kommt nicht drumrum, ein Referat vorzubereiten. Jetzt gibt es mit Sicherheit zwei Arten von Schülern: Die einen freuen sich, weil sie sowieso Freunde des Referates sind und alle 2 Wochen freiwillig beim Lehrer nachfragen, ob er denn Referate zu verteilen hätte - auch wenn diese Leute es notentechnisch gar nicht nötig haben. Und dann gibt es Leute wie mich, die Referate super langweilig und viel zu zeitaufwendig finden. Ich persönlich lerne von den wenigsten Referaten meiner Mitschüler etwas, da sie einfach nicht in der Lage sind, komplizierte Themen zu erklären. Zu ihrer Verteidigung muss gesagt werden, dass Schüler keine Lehrer sind und manche Lehrer einfach Referate verteilen, um sich ein halbes Jahr lang ein schönes Leben in der letzten Reihe machen zu können.
Egal, das soll ja ein lehrreicher Post sein. Also, wenn ihr mal ein Referat vorbereiten müsst, dann bereitet euch bitte auch darauf vor. Wenn ihr selbst nur die Hälfte von dem versteht, was ihr sagt, dann verstehen eure Mitschüler erst recht nichts. Befasst euch also gründlich mit dem Thema, sodass ihr auch auf gemeine Fragen des Lehrers Antworten parat habt.
Die meisten halten Referate wohl über PowerPoint. Wichtig sind natürlich die üblichen Dinge, das heißt keine überladenen Folien, aber auch keine langweiligen Folien (schwarz/weiß, ohne Bilder, ohne Liebe). Vortragen solltet ihr das ganze natürlich möglichst frei, was nicht heißt, dass ihr keinen Merkzettel haben dürft. Aber wenn ihr nur ablest, seid ihr unnötig. Dann könnt ihr euren Mitschülern auch einfach nur das Handout geben, damit die es sich durchlesen können. Eure Rolle des Referates ist es nämlich, das Ganze anschaulich und verständlich rüberzubringen.
Am besten übt ihr das Referat (am besten alles, nicht nur euren Teil. Die Ausrede "Das war Peters Teil. Der ist heute krank" funktioniert nämlich nur bei den wenigsten Lehrern) zu Hause frei-sprechend ein. Das heißt, ihr führt Selbstgespräche mit euch und tut so, als ob euere Stifte euer Publikum wären. Das hilft aber wirklich. Und selbst wenn dann beim Referat etwas schief läuft: Ihr seid nicht Wikipedia, das ist total okay. Und hinterher wissen eure Mitschüler meistens wenigstens ein bisschen mehr als vorher, seht's positiv.

12. Eure Lehrer
Das soll jetzt kein Tipp à la: "Schleimt euch bei euren Lehrern ein!" sein - aber zu euren Feinden machen solltet ihr sie euch auch nicht. Schließlich sind es immer noch die Lehrer, die über eure Note entscheiden, und es ist eine Tatsache, dass einige Lehrer gerne mal einen unverdienten Punkt mehr geben oder einen verdienten Punkt abziehen, je nachdem, ob sie den Schüler mögen - oder nicht. An eurer Lehrerbesetzung könnt ihr sowieso nichts ändern (bei jungen Lehrerinnen könnt ihr nur hoffen, dass sie schwanger werden), also bringt es nichts, sich ständig über Lehrer X aufzuregen. Viel mehr sollte man versuchen, irgendwie mit seinem Lehrer klarzukommen. Viele Lehrer sind wirklich in Ordnung, aber es gibt an jeder Schule Lehrer, denen man es nicht recht machen kann. Dann gilt: Wenn man es dem Lehrer nicht recht machen kann, muss man eben Recht haben. Sodass er gar nicht anders kann, als euch eine gute Note zu geben.
Aber natürlich solltet ihr versuchen, von Anfang an mit euren Lehrern klarzukommen. Ich bin kein Mensch, der sich mit seinen Lehrern auch über private Dinge unterhält (einige meiner Mitschüler machen das, aber mein Ding ist das nicht). Aber wenn ihr immer schön fleißig eure Hausaufgaben macht und Interesse am Unterricht zeigt (Lehrer, vor allem Lehrer mit wenig Autorität, freuen sich immer total, wenn sich überhaupt jemand am Unterricht beteiligt), dann seid ihr auf dem richtigen Weg. Wenn ihr dann noch gute Klausuren schreibt, ist euer Lehrer vielleicht sogar von euch beeindruckt und lässt Punkte regnen. Und wenn ihr mal wirklich Probleme mit einem Lehrer habt, dann redet mit ihm. "Lehrer sind auch nur Menschen". Und es gibt kaum einen Satz auf der Welt, der wahrer ist. Euere Lehrer waren auch mal Schüler, eure Lehrer haben auch mal eine Klausur verhauen, eure Lehrer essen und schlafen genauso, wie ihr es tut. Eure Lehrer sind keine Roboter und selbst der grausamste Lehrer hat ein Herz (auch, wenn es nur anatomisch ist). 

13. Grammatikbuch / Regelheft
Darüber habe ich auf Instagram (hier) schon einmal berichtet. Es ist wirklich sinnvoll, sich kleine Notizbücher oder Hefte anzulegen, in denen man wichtige Dinge zusammenfasst. Sehr sinnvoll ist das für Fremdsprachen, vor allem dann, wenn ihr viele verschiedene habt. Dort könnt ihr alle Zeiten zusammenfassen und bei Bedarf einfach nachschlagen, wie man Zeit X bildet, was die Ausnahmen sind und wann man die Zeit verwendet. So ein Büchlein macht aber nicht nur bei Französisch, Spanisch & Co Sinn, sondern auch bei naturwissenschaftlichen Fächern. In Mathe kann man wichtige Formeln und Regeln zum Beispiel in einem Regelheft festhalten und immer eine Beispielaufgabe dazu schreiben.
Ihr seht, so ein Heft ist auf jedes Fach übertragbar. Wenn ich für mein Abitur lernen werde, dann werde ich mir für alle Prüfungsfächer große Notizbücher anschaffen, in denen ich den gesamten Stoff zusammenfassen werde. Dann hat man alles Wichtige immer griffbereit in seiner Tasche dabei.

14. Lernen - alleine oder zusammen, still oder leise?
Das müsst ihr auch wieder selbst herausfinden. Manchen Leuten bringen Lerngruppen etwas, vor allem, wenn man den Stoff selbst noch nicht ganz versteht und ihn sich von anderen erklären lassen kann. Ich persönlich bin kein Lerngruppenmensch, da alle bisherigen Mitschüler, mit denen ich das versucht habe, nach 5 Minuten schon wieder etwas anderes als das Lernen im Kopf hatten. Da hatten auf einmal alle ihr Handy draußen oder es wurde sich über das Outfit von Person X unterhalten. Wenn ihr aber mit vernünftigen Leuten zusammen lernt, kann das sicherlich ganz sinnvoll werden. Ich persönlich brauche zum lernen immer absolute Totenstille, andere Leute wiederum können gut mit Musik lernen. Deshalb eignet sich die Bibliothek super als Lernort, wenn man Ruhe braucht (zum Beispiel, weil zu Hause immer ständig jemand in euer Zimmer reinplatzt). Wie ihr seht, geht hier probieren wieder über studieren.

15. Bibliothek
Und wo wir grade schon bei der Bibliothek waren: Bibliotheken sind super! Es ist echt erschreckend, dass vielleicht 5 Leute meiner Stufe einen Bibliotheksausweis hatten, bevor es für die Facharbeit verpflichtend wurde. Ich meine, wenn ihr schon das Glück habt, dass eure Stadt eine große Bibliothek hat, dann solltet ihr dieses Glück auch nutzen. Für Schüler sind Bibliotheksausweise kostenlos, für Studenten meist auch, und wenn nicht, dann bekommt ihr eine Ermäßigung. Dafür könnt ihr das ganze Jahr über Bücher ausleihen (die ihr, wie oben angesprochen, für die Erstellung von Lernzetteln benutzen könnt). Und vielleicht wollt ihr euch auch einfach nur mal ein Buch zum Vergnügen ausleihen, von dem ihr nicht wisst, ob es den Kauf wert ist (denn wer viel liest, wird merken, dass der Kauf neuer Bücher ganz schön ins Geld gehen kann).

16. Lesen bildet
Womit wir wieder beim nächsten Punkt wären: Lesen! Vor allem wenn ihr in Klausuren Probleme mit der Darstellungsleistung habt, solltet ihr hinterfragen, ob ihr genug lest. Denn alle Leute, die ich kenne und in der Darstellungsleistung immer volle Punktzahl haben, lesen viel. Durchs Lesen eignet man sich "unbewusst" einen gewissen Wortschatz an und es macht sogar Spaß (wenn es denn ein gutes Buch ist). Wenn ihr also keinen Spaß am lesen habt, dann habt ihr bloß noch nicht das richtige Buch gefunden.
Übrigens ist es empfehlenswert, Bücher auf eBay zu ersteigern, anstatt sie sich neu zu kaufen. Dort versteigern Leute total neuwertige Bücher für einen Euro, und ihr könnt wirklich eine Menge Geld sparen. Ich habe mal für 4€ ein Buch ersteigert, das neu 26€ gekostet hätte. Und an dem Buch war absolut nichts dran. Denn wenn ihr ein Buch einmal lest, dann sieht es danach ja (hoffentlich) auch nicht aus, als hättet ihr es durch den Dreck gezogen.

17. Motivation
Das A und O einer jeden Lernsession ist die Motivation. Wer nicht motiviert ist, tut nur das Nötigste. Wer motiviert ist, geht darüber hinaus. Deshalb ist es wirklich wichtig, Motivation zu finden. Leider sind wir viel zu oft unmotiviert und suchen verzweifelt nach etwas oder jemandem, der uns antreibt. Über Motivation könnte ich ganze Bücher schreiben, deshalb reihe ich jetzt einfach mal ganz taktlos Dinge auf, die Motivation verschaffen können:
Berufswunsch, Belohnungen, Lernbilder (Instagram, Tumblr, WeHeartIt), Dokus, Serien, Bücher, Filme, Idole / Vorbilder, Zitate (hier habe ich ein paar aufgelistet), Lieder, Schulsachen ...
Und es gibt noch so viele andere Dinge. Ich denke, dass Problem liegt bei jedem woanders. Der eine zweifelt an seinen Fähigkeiten, der andere traut sich nicht, zu versagen, der ganz andere hat kein Ziel vor Augen ... Im Endeffekt geht es nur darum, es zu tun. Der erste Schritt ist immer der schwierigste. Aber wenn man erst mal losgegangen ist, wer will dann noch zurückgehen? Lernen kann Spaß machen. Wissen ist unbegrenzt und auch wenn wir niemals allwissend sein werden, das Streben nach Weisheit ist das schönste Streben überhaupt. Wieso stehen bleiben oder zurückgehen? Viel schöner ist es doch, irgendwann die Ziellinie zu überqueren.

18. Pausen
Und da wir alle keine Übermenschen sind, sind Pausen wirklich wichtig. Und hört nicht auf irgendwelche Experten und Möchtegern-Experten, die euch sagen, wie lange diese Pausen zu gehen haben. "Am besten ist es, nach 60min lernen eine 15-minütige Pause einzulegen." - Nein, nein, nein! Macht Pause, so lange ihr wollt. Ihr müsst nur irgendwann wieder anfangen, weiterzumachen. Und egal ob ihr nach 5 Minuten eine Pause macht oder nach 50. Wichtig ist, dass ihr etwas gemacht habt. Und ich denke, dass jeder von uns selbst einschätzen kann, wie lange diese Pausen zu gehen haben. Und was ihr in den Pausen macht, ist auch egal. Hauptsache, es macht Spaß. Wenn ihr in der Pause ein gutes Buch lest, dann habt ihr sogar schon 2 Lerntipps miteinander verknüpft, so einfach kann das Ganze sein.

19. Ablenkung
Wo wir grade bei Pausen waren: Oft lassen wir uns auch beim lernen viel zu oft zum nicht-lernen verleiten, weil das Handy klingelt, die Lieblingssendung im Fernsehen kommt oder das Essen fertig ist. Die Hartgesonnen unter uns verzichten beim Lernen ganz auf Computer, Handy & Co, die noch Härtergesonnenen versuchen sich trotz hochgefahrenem Computer nicht ablenken zu lassen. Ich persönlich könnte meinen Computer beim lernen nicht ausmachen. Und zwar nicht, weil ich nicht ohne könnte, sondern weil ich das Internet zum lernen benutze. Und um ein "nur mal schnell auf Facebook gucken" zu vermeiden, habe ich mir in meinem Browser "Stay Focused" installiert (hier für Google Chrome). Dort könnt ihr für alle Wochentage Urzeiten angeben, zu denen bestimmte Internetseiten gesperrt werden. In der Woche ist es mir von 14-20 Uhr zum Beispiel nicht möglich, auf YouTube, Facebook etc. zu gehen, weil die Anwendung diese Seite nach 60 Sekunden sperrt (ihr könnt eine gewisse Zeit angeben, die ihr auf den Seiten verbringen könnt, bis sie gesperrt werden). Ich finde dieses Tool unglaublich praktisch, vor allem weil man es nicht einfach abschalten kann, wenn es einem auf die Nerven geht. Für den aktuellen Tag kann man es nämlich nicht deaktivieren. Eine wirklich super Sache! (Den Tipp habe ich übrigens von der lieben Elli (Instagram) bekommen, schaut mal bei ihr vorbei und hinterlasst ihr einen lieben, motivierenden Kommentar. Sie kann mehr, als sie glaubt).

20. Sonstiges
Das wäre es jetzt für's Erste, wahrscheinlich ergänze ich den Post von Zeit zu Zeit. Ja, dann wird er noch länger, als er sowieso schon ist. Tut mir Leid, dass die ganzen Tipps so durcheinander sind, aber eine "bunte Mischung" hat doch auch was. Auf so neunmalkluge Ratschläge wie "Trinkt ausreichend Wasser!" und "Schlaft genug!" habe ich hier aber bewusst verzichtet, da man meiner Erfahrung nach durchaus (sehr) gute Leistungen erbringen kann, wenn man nicht die empfohlenen 8 Stunden geschlafen hat, sondern sehr viel weniger. Nichts ist unmöglich.

Wie immer könnt ihr eure Tipps und Tricks gerne in den Kommentaren anpreisen. Viel Spaß beim fleißig sein!

Sonntag, 18. Januar 2015

Motivation: Zitatsammlung


Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu motivieren. Eine dieser Möglichkeiten ist das Durchlesen von Zitaten. Oft stehen wir nicht vor neuen Problemen, sondern vor alt bekannten Hindernissen und es gibt Leute, die das Selbe schon einmal erlebt und ihre Erfahrungen / Weisheiten in schön formulierten Sätzen festgehalten haben. Falls ihr also auch Motivation durch Sprache erlangen wollt: Im Folgenden findet ihr eine Liste meiner liebsten Lebensweisheiten (auf Deutsch und Englisch). Es sind Sätze, die jeder anders interpretiert. Viele sind sehr unterschiedlich. In mir wecken sie Ehrgeiz, Durchhaltevermögen oder zeigen mir, dass das Versagen nicht der Untergang ist, so lange man immer wieder aufsteht.
Wie ihr sehen werdet, sind viele der Zitate aus Grey's Anatomy. Eine sehr motivierende Serie, auch für diejenigen, die nicht Medizin studieren wollen. Außerdem ist dies wie immer ein "offener Post", er wird von Zeit zu Zeit ergänzt und natürlich dürft ihr eure Lieblingszitate gerne in die Kommentare schreiben, damit ich sie aufnehmen kann. 

1. "Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein."

2. "Man macht Pläne, setzt sich Ziele, arbeitet darauf hin. Aber ab und zu sollte man wahrnehmen was um einen herum geschieht und alles begierig aufnehmen. Denn wir leben jetzt. Morgen könnte alles vorbei sein." - Grey's Anatomy

3. "It is impossible to live without failing at something, unless you live so cautiously that you might as well not have lived at all - in which case, you fail by default." - J.K. Rowling 

4. "In moments of doubt, I've told myself firmly: If not me, who? If not now, when?" - Emma Watson

5. "Be proud, but never satisfied."

6. "Dass es besser ist zu wissen, als sich zu fragen. Dass es besser ist wach zu sein, als zu schlafen. Und dass selbst das schlimmste Versagen, selbst der größte nie wieder gut zu machende Fehler tausendmal besser ist, als es nie versucht zu haben." - Grey's Anatomy

7. "Our greatest glory ist not in never falling, but in rising every time we fall." - Konfuzius

8. "Have some fire. Be unstoppable. Be a force of nature. Be better than anyone here, and don’t give a damn what anyone thinks. There are no teams here, no buddies. You’re on your own. Be on your own." - Grey's Anatomy 

9. "Wer nicht leidenschaftlich ist, kann nie exzellent sein." - Tim Renner

10. "You can love the ocean, and many do, but don't expect it to love you back. It's too forever." - Cody McFadyen

11. "In the end, we only regret the chances we didn't take, the relationships we were afraid to have and the decisions we waited to long to make."

12. "Die Welt besteht aus denen, die etwas in Gang setzen, denen, die zusehen, wie etwas geschieht und denen, die fragen, wie etwas geschehen ist." - Norman R. Augustine

13. "I can't tell you the key to success, but the key to failure is trying to please everyone." - Ed Sheeran

14. "There will be a time when we must choose between what is right and what is easy." - J.K. Rowling 

15. "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." - Berthold Brecht

16. "Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen. Ein Tor ist zugefallen, doch tausend sind noch offen." - Friedrich Rückert

17. "Es ist nicht genug, zu wissen - man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen - man muss es auch tun." - Johann Wolfgang von Goethe 

18. "It does not matter how slowly you go - so lang as you do not stop."

19. "Things change and friends leave. Life doesn't stop for anybody." - Stephen Chbosky

20. "Es gibt Fotos von Bergsteigern auf Gipfeln. Sie lachen darauf, sind ekstatisch, blicken triumphierend. Auf dem Weg nach oben werden keine Fotos gemacht. Wer will sich schon an den harten Weg erinnern? Wir treiben uns an, weil wir es müssen, nicht weil es uns gefällt. Der erbarmungslose Aufstieg. Man quält sich und es tut weh, über sich hinauszuwachsen. Nein, davon macht niemand Fotos. Daran will sich niemand erinnern. Wir wollen uns nur an die Aussicht vom Gipfel erinnern, an den atemberaubenden Moment, als man ganz oben stand. Deswegen treiben wir uns an. Und die Mühe lohnt sich - das ist das Verrückte daran. Dafür nehmen wir alles in Kauf." - Grey's Anatomy 

21. "When it hurts so much that you can't breathe, that's how you survive." - Grey's Anatomy 

22. "I have loved the stars too fondly to be fearful of the night." - Galileo 

23. "Doubt kills more dreams than failure ever will."

24. "Veränderungen. Wir mögen sie nicht. Wir haben Angst davor. Aber wir können sie nicht aufhalten. Entweder wir passen uns den Veränderungen an, oder wir bleiben zurück. Es tut weh, zu wachsen.  Wer sagt, es wäre nicht so, der lügt. Aber die Wahrheit ist, je mehr die Dinge sich verändern, umso mehr gleichen sie sich. Und manchmal ist Veränderung etwas Gutes. Und manchmal ist Veränderung alles." - Grey's Anatomy 

25. "They want to see you do good but never better than them. Remember that."

26. "Once you stop learning, you start dying." - Albert Einstein

27. "We are not perfect human beings, nor do we have to pretend to be, but it is necessary for us to be the best version of ourselves we can be."

28. "Anything is possible if you've got enough nerve." - J.K. Rowling

29. "Don't feel stupid if you don't like what anyone else pretends to love." - Emma Watson 

30. "So, I guess we are who we are for a lot of reasons. And maybe we'll never know most of them. But even if we don't have the power to choose where we come from, we can still choose where we go from there. We can still do things. And we can try to feel okay about them." - Stephen Chbosky

31. "Regel Nummer 1, sei niemals Nummer 2."

32. "Mit Mittelmaß zufrieden zu sein ist ein Zeichen von Selbsthass und schlechtem Arbeitsethos." - Grey's Anatomy

33. "Don't be afraid to fail. Be afraid not to try."

34. "However bad life may seem, there is always something you can do, and succeed at. While there's life, there is hope." - Stephen Hawking

35. "No one looks back on their life and remembers the nights they got plenty of sleep."

36. "It's hard to beat a person who never gives up."

37. "It is not the lead that breaks you down. It is the way you carry it."

38. "Care about what other people think and you will always be their prisoner." - Lao Tzu

39. "It is possible to commit no mistakes and still lose. That is not a weakness; that is life." - Jean-Luc Picard

Freitag, 16. Januar 2015

Organisationstipps - In der Schule


Hallo ihr Fleißigen. Das hier ist der erste Post einer Organisationsreihe: der Post zur Organisation in der Schule (sprich: Alles was den Inhalt der Schultasche betrifft, etc.). Folglich wird es in ferner Zukunft auch noch einen Post zur Organisation zu Hause geben. Ich zeige euch hier, wie ich mich persönlich organisiere. Das heißt, dass es natürlich sein kann, dass ihr damit überhaupt nichts anfangen könnt. Aber vielleicht entdeckt ihr ja auch Gemeinsamkeiten zu eurer (hoffentlich vorhandenen) Ordnung, oder sogar etwas ganz Neues. Ab und zu hab ich auch ein paar mehr oder wenige hübsche Bilder eingefügt, einfach, damit es nicht nur Text ist (Motivation, yey). Lange Rede, kurzer Sinn. Los geht's!

1. Das Hausaufgabenheft
Auch Timer, Terminkalender, Agenda etc. genannt. Eigentlich kein wirklich neuer Tipp, da wirklich jeder ein solches Büchlein besitzen sollte. Wie ich aber festgestellt habe, ist das nicht der Fall. Die wenigsten meiner Mitschüler, vor allem die Herren der Schöpfung, sehen keine Notwendigkeit darin, sich Hausaufgaben zu notieren oder sie gar zu machen (Über den Sinn von Hausaufgaben schreibe ich irgendwann auch noch mal was). Jedenfalls finde ich, dass es kein Beinbruch ist, wenn man jeden Tag seinen Timer mitträgt. Außerdem kann man bewegliche Ferientage, Klausurtermine und so weiter eintragen. Und wenn einem mal langweilig sein sollte, kann man auch einfach das populäre "Ich zähle jetzt mal, wie viele Tage es noch bis zu den Ferien sind"-Spiel spielen. Also eine super Sache ;-)

2. Das Etui
Oder Federmäppchen, wie auch immer. Sollte jemand unter euch sein, der das ganze Schuljahr lang immer nur einen einzigen Werbegeschenk-Kugelschreiber oder Bleistiftstummel mit zur Schule nimmt: Wie soll das funktionieren? Natürlich ist es nicht notwendig, seine gesamte Stabilo-Sammlung mitzunehmen, oder Textmarker in allen Nuancen des Farbkreises (Dann wird man nämlich schnell zum Schulsachen-Verleih und alle borgen sich ständig irgendwas bei dir aus, ziemlich nervig). Aber ein bisschen Auswahl sollte man schon haben. Auch ratsam ist das Dabeihaben von Schere und Klebestift. Braucht man zwar nur einmal im Jahr, aber wenn's benötigt wird, hat man beides nie dabei. Als Etui benutze ich übrigens ein total langweiliges, schwarzes von "Eastpak" (Diese länglichen, wo man unten Stifte reinlegen kann und oben so ein paar Laschen für die wichtigsten Stifte sind, ihr wisst schon). Ich persönlich finde diese Etuiform am praktischsten. Mit Federmäppchen komme ich nicht klar, da sie entweder zu klein sind, oder der Stift, den man in der vorherigen Stunde noch benutzt hat, auf einmal auf dem Grund des Etuis verschollen ist. Und dort sammelt sich wirklich immer eine Menge Dreck an. Einen USB-Stick hab ich übrigens auch immer dabei.




 3. Die Sache mit den Schulbüchern
Jeder kennt diese Situation: Man packt seine Schultasche (übrigens am besten Abends) und stellt fest, dass man eigentlich die fünf dicksten Bücher mitnehmen müsste, die das Bücherregal zu bieten hat. Eigentlich. Denn so schlau und rückenfürsorglich, wie wir alle sind, nehmen wohl die wenigsten immer alle Bücher mit (An all meine Mitschüler und Sitznachbarn, die trotzdem immer das Buch dabeihaben: Danke, dass es Euch gibt). Ich packe dann zuerst immer die Bücher von Fächern ein, in denen die Lehrer sofort an die Decke gehen und 6en verteilen, wenn man das Buch "vergessen" hat. Danach gucke ich, wie viel Platz noch in der Tasche ist, bzw. wie viel ich noch tragen will. Bücher von wichtigen Fächern haben immer Vorrang, das Relibuch kann auch mal zu Hause bleiben. Natürlich gibt es an den meisten Schulen auch Schließfächer, aber ich hatte nie eins. Wahrscheinlich würde ich viel zu oft feststellen, dass das Buch, das ich zum Lernen brauche, ja noch in der Schule liegt. 

4. Ordner, Schnellhefter, oder doch nur Collageblöcke?
Das ist die Frage, die wir uns wohl alle immer zu Schuljahresbeginn stellen. Bei mir wechselt es auch so gut wie jährlich. Das "Ich schreibe einfach alles auf einen Collageblock und stecke die Arbeitsblätter dazwischen"-System wäre aber definitiv nichts für mich. Schnellhefter sind zwar platzsparend, aber dafür neigt man schnell dazu, Blätter nicht mehr in der richtigen Reihenfolge einzuheften oder kein leeres Papier nachzuheften. Also benutze ich einen Ordner (schmal, von Leitz. Total hässlich, aber total stabil). Ich habe meinen Stundenplan reingeklebt und auch ein Register, damit alle Fächer voneinander getrennt sind. Dann hab ich vorne noch Klarsichthüllen für Infozettel und meine "Notentabelle" darin, außerdem PostIts und einen mobilen Locher. Ein Ordner ist also so etwas wie der Schreibtisch für Unterwegs. 



 5. Die Notentabelle
Grade eben schon angesprochen und vielleicht der erste wirklich "neue" Tipp. Ich hab mir in den Sommerferien eine Tabelle angefertigt und in meinen Ordner geheftet, in die ich meine Noten eintragen kann, um die Übersicht nicht zu verlieren (ich habe sie hochgeladen und hier zum Download für Euch bereitgestellt). Das können Klausur-, SoMi-, Test- und Referatsnoten sein. Wirklich hilfreich wird die Tabelle erst am Computer. Ich habe sie nämlich in Excel so bearbeitet, dass ich, wenn ich die Punkte eingebe, meinen Durchschnitt ausgerechnet bekomme. Eine ganz nette Sache also.


6. Die Schultasche
Welche Tasche ihr für die Schule benutzt, bleibt natürlich euch überlassen. Vor allem, wenn ihr einen Ordner mitnehmt, sollte sie dementsprechend "groß" sein. Ich benutze momentan eine braune Longchamp (Größe L) und nein, ich finde sie nicht todschick. Aber ich persönlich finde sie recht praktisch. 

7. Essen und Trinken
Ob ihr euch etwas in der Mensa kauft oder selbst was von zu Hause mitnehmt, ist natürlich wieder ganz allein "Geschmackssache" (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich genieße den Luxus, dass meine Mutter mir morgens immer etwas für die Schule macht. Wenn es also nur Leute wie mich gebe, wäre die Mensa meiner Schule schon längst pleite. Was ihr aber auf jeden Fall dabei haben solltet, ist etwas zu trinken. Zwar trinke ich, wie die meisten wahrscheinlich, viel zu wenig in der Schule (die Sache mit den Schulklos, ihr wisst schon), allerdings verstehe ich nicht, wie manche Leute 4-stündige Klausuren schreiben können, ohne etwas zu trinken neben sich stehen zu haben. 

8. Mitschreiben im Unterricht
Natürlich solltet ihr so gut wie alles von der Tafel abschreiben, was euer Lehrer angeschrieben hat. Darauf basiert schließlich euer Lernen für die Klausur. Ich persönlich schreibe in der Schule nicht wirklich ordentlich, und für wirklich wichtige Fächer schreibe ich das Ganze zu Hause dann noch mal ordentlich ab (dabei prägt sich das Gelernte dann noch besser ein). Wenn ihr sehr visuelle Lerntypen seid, könnt ihr natürlich auch auf eure Stabilo-Sammlung-to-Go zurückgreifen und euere Mitschriften anschaulich gestalten. Alles was ich in ästhetischer Hinsicht tue, ist das Unterstreichen von Überschriften. Ich bin da sehr einseitig gestrickt. 
Solltet ihr mal etwas nicht verstehen, auch nicht, nachdem es euch euer Lehrer erklärt hat, dann macht euch eine Notiz in euren Planer, oder pappt ein PostIt an die entsprechende Stelle, um es zu Hause noch mal durchgehen zu können. Meine alte Biolehrerin war eine Verfechterin des "Schlüsselwörter an den Seitenrand"-Schreibens. Kann hilfreich sein, mache ich aber nie. 

9. Sonstiges
Jetzt fällt mir eigentlich nichts mehr ein, natürlich kann es sein, dass ich diesen Post irgendwann einmal ergänzen werde (sogar sehr wahrscheinlich). Und falls ihr von diesem Post mehr erwartet habt, dann tut es mir 1. Leid und 2. will ich noch einmal anmerken, dass es keine Lerntipps sind. Melden im Unterricht, die Notwendigkeit von Hausaufgaben und so weiter thematisiere ich ein anderes Mal. Solltet ihr Fragen haben, dann fragt ruhig. Solltet ihr weitere Ideen haben, dann teilt sie mir mit. Und ansonsten wünsche ich euch wie immer viel Spaß beim fleißig sein!