Dienstag, 25. April 2017

THE ENGLISH LANGUAGE - von Sprachtipps, der Queen & British Accent


"British at heart", steht in der Profilbeschreibung meines Instagram-Accounts. Wieso, habe ich noch nie erzählt. Dennoch wurde ich immer mal wieder, und in letzter Zeit immer öfter gefragt, ob ich nicht ein wenig über das Thema Englisch reden könnte. Wie lernt man Englisch, wie verbessert man seine Aussprache, wie "erlernt" man einen Britischen Akzent? Diese Fragen, und andere, werden in diesem Post hoffentlich beantwortet. Viel Spaß beim Lesen!



Grammatik, Rechtschreibung - Wenn die Grundlagen nicht sitzen
Englisch ist, auch objektiv betrachtet, eine relativ einfache Sprache. Sobald man Englisch einigermaßen flüssig beherrscht, denkt man beim Schreiben und insbesondere beim Reden nicht wirklich darüber nach, welche Zeitform oder Formulierung gerade angebracht wäre - man geht einfach nach Gefühl, einem Sprachgefühl, das sich über viele Jahre entwickelt hat und immer weiter vernetzt, vorausgesetzt man kommt nach wie vor regelmäßig mit der englischen Sprache in Berührung (was, angemerkt, nach Verlassen der Schule nicht bei allen Menschen der Fall ist).
Vermutlich könnt ihr selbst einschätzen, ob euer Englisch "flüssig" ist, ob ihr Sätze ganz selbstverständlich bilden könnt oder euch diese und andere Grundlagen noch schwerfallen. Sollte das bei euch der Fall sein (was sich dann auch an entsprechenden, zumindest nicht sehr guten bis guten Schulnoten bemerkbar gemacht haben sollte), ist es zunächst einmal wichtig, dass ihr das Fundament der englischen Sprache erlernt. Wie ich bereits sagte, Englisch ist nicht die schwierigste aller Sprachen, weshalb das Ganze nicht Jahre dauern wird, sondern - je nach Ambition - eine Sache weniger Wochen bis Monate ist. Schnappt euch ein Lehrbuch oder sucht euch eine einigermaßen authentische Internetseite und geht noch einmal alle Zeitformen durch, unter besonderer Berücksichtigung der Satzstellung (im Englischunterricht ist mir damals immer aufgefallen, dass einige Mitschüler Wörter völlig falsch "anordnen"). Mit Sicherheit ist es vielen, vor allem älteren Personen unangenehm, dass sie die Weltsprache nicht einmal in ihren Grundlagen beherrschen - doch gerade das ist meiner Meinung nach ein Grund, ihr und sich selbst eine zweite Chance zu geben. Ihr könnt davon nur profitieren, ein ganzes Leben lang.

Feinschliff 
Vorausgesetzt, ihr beherrscht ein einigermaßen solides Englisch, ist die Basis für den Ausbau dieser Sprache bereits gelegt. Das Tolle ist, dass ihr keine Vokabelhefte oder Grammatiktabellen braucht, um eurer Englisch zu verbessern - Englisch kann man nämlich wunderbar in Alltag und Freizeit perfektionieren, ohne dabei auf Methoden zurückgreifen zu müssen, die einem aus der Schule bekannt sind. Und genau darum soll es in diesem Post gehen: Nicht um Vokabelkästen oder Online-Sprachtools, sondern um Möglichkeiten, dieser Sprache leidenschaftlich und mit Vergnügen zu begegnen.

Serien/Filme 
Wenn man jemanden fragt, was er gestern Abend, am Sonntag oder in den Ferien unternommen hat, lautet die Antwort nicht selten, aber immer öfter "Seriengucken". Die beliebtesten Serien sind selten deutscher Herkunft, weshalb derjenige, der seine Serie stets deutsch-synchronisiert schaut, mitunter ein ganzes Jahr warten muss bis er die neue Staffel sehen kann, wohingegen die englischsprachigen Zuschauer das Original viel eher zu Gesicht bekommen. Noch ein guter Grund also, Serien auf Englisch zu verfolgen. Da sich Seriencharaktere - genau wie wir auch - der Umgangssprache bedienen, bekommt ihr an dieser Stelle noch einmal einen ganz neuen Bezug zur Sprache. Durch Serien und Filme lernt ihr Redewendungen kennen, Formulierungen, die einem im Schulunterricht nie begegnet sind, spezielle Ausdrücke und Bezeichnungen, die das Grundvokabular nicht unbedingt umfasst (Beispiel: Wer Grey's Anatomy schaut, wird trotz Realitätsferne der Serie nach einer Weile das ein oder andere medizinische Vokabular auf Englisch draufhaben). 
Oft werde ich gefragt, wie man denn die Idee eines Britischen Akzentes (auf den ich noch an späterer Stelle dieses Posts eingehen werde) verinnerlichen kann. Die Antwort ist ganz simpel: Britisches Englisch hören, um es dann automatisch (unbewusst) zu übernehmen. Wer ausschließlich amerikanische Serien schaut, vernimmt kein Britisches Englisch und kann es daher auch nicht imitieren. Es hilft also, den Spieß einfach umzudrehen, sprich: Amerikanische Serien meiden, stattdessen gezielt Britische Serien, Filme, TV-Beiträge etc. gucken. Im Folgenden eine Aufzählung potenzieller Kandidaten:

* The Royals: Quasi Britische Monarchie im Gossip-Girl-Sil. Über den pädagogischen Wert dieser Serie lässt sich streiten, ich persönlich finde sie aber ziemlich unterhaltsam und aufgrund zahlreicher Plot-Twists definitiv sehenswert. 
* Downtown Abbey: Eine qualitativ wirklich gute Serie! Tolle Kulissen, Kostüme und Schauspieler. Eine nicht umsonst mit Preisen überhäufte Serie. Die Geschichte spielt vor etwa 100 Jahren, der Britische Adel und seine Angestellten stehen im Fokus. Eine wirklich tolle Serie!
* University Challenge: Keine Serie, sondern ein TV-Format. Britische Universitäten stellen je ein Team von vier Studenten auf, die dann unter Moderation des legendären Jeremy Paxman gegeneinander antreten (also Fragen beantworten, um Punkte zu sammeln und die nächste Runde zu erreichen). Ein Wettkampf der Universitäten also. Sucht auf YouTube nach einer Folge und überzeugt euch selbst. Ich persönlich bin ein großer Fan dieses Formates und wünschte, so etwas gäbe es auch hierzulande mit deutschen Universitäten. Weiterhin kann man beim Schauen dieser Serie ziemlich viel Wissen anhäufen und sich mächtig schlau fühlen, wenn man gefühlt alle 3 Folgen eine Frage selbst beantworten kann (Die Teilnehmer sind nämlich allesamt unfassbar intelligent und die Fragen dementsprechend anspruchsvoll).
* The Crown: Eine Netflix-Serie über Queen Elizabeth II und den Duke Of Edinburgh, geht ein wenig in Richtung Downtown Abbey.   
* The Theory Of Everything: Verfilmung über das Leben von Stephen Hawking, gespielt von Eddie Redmayne. Ich sehe mir den Film immer wieder gerne an und bin auch ein großer Fan der Filmmusik, bei Bedarf könnt ihr gerne den zugehörigen Soundtrack googlen. 
* Harry Potter: Ich denke, ich muss nicht viel dazu sagen. Harry Potter geht immer! Und immer wieder, und immer wieder. 
* YouTube: Natürlich gibt es den ein oder anderen (Britischen) YouTuber, egal aus welcher Branche, durch eine Eigenrecherche werdet ihr selbst sicherlich schnell fündig. Besonders hervorheben möchte ich die YouTuber JenDre und SandyMakesSense, die als Deutsche den Schritt "Migrate to the UK" gewagt haben und heute in London leben, dementsprechend auch Videos zu dieser Thematik veröffentlichen. 
* BBC: Zwar haben wir Deutschen unsere Tagesschau, aber - und das wissen viele nicht - wir können BBC World News auf unseren Fernsehgeräten empfangen, wenn auch leider nicht die andere Bandbreite an BBC- bzw. englischen Sendern. Dennoch könnt ihr ja hin und wieder einmal einschalten. Die Moderatoren sprechen nämlich allesamt "Hochenglisch", was für Englischanfänger klar und leicht zu verstehen sein sollte. 



Received Pronunciation 
Was im Deutschen Hochdeutsch ist, ist im Englischen die sogenannte Received Pronunciation - oder, einfacher ausgedrückt: Englisch, wie es vermutlich nur die Queen dauerhaft spricht, so sagt man.
Apropos Queen (gekonnte Überleitung!) - falls ihr der guten Dame schon immer einmal etwas sagen wolltet, oder euch einfach nur nach einem Brief samt Wappen und Siegel in eurem Briefkasten sehnt, könnt ihr Ihrer Majestät Post senden (Die Adresse findet ihr im Internet). Eine Tat, die ich in diesem Sommer auch noch vollbringen werde. Zwar werdet ihr eine abgefertigte Standardantwort, geschrieben vom Privatsekretär der Königin, zugeschickt bekommen - aber hey, wer kann schon von sich behaupten, royale Post aus dem Buckingham Palace erhalten zu haben?! Natürlich müsst ihr euch, wenn ihr so einen Brief schreiben solltet, diverse Formalitäten zurück ins Gedächtnis rufen (Wie ist so ein Brief nochmal aufgebaut? Wie redet man den Empfänger auf Englisch an? Was gibt es für Konnektoren? Wie lauten gängige Grußformeln?). Eine gute Übung für formales Englisch also, der gewisse Spaßfaktor inklusive. Für gesprochenes, hohes Englisch empfehlen sich übrigens auch die Weihnachtsansprachen der Queen, einsehbar auf YouTube.  



Lesen bildet
Natürlich muss ich in diesem Beitrag auch auf Bücher eingehen. Vor allem Eure Rechtschreibung könnt ihr verbessern, indem ihr Englisches lest - also die Worte vor Augen habt, und euch dabei natürlich auch unbewusst ein Gefühl für Satzbau und Sprache aneignet.
Selbstverständlich hat jeder Mensch andere Vorlieben, wenn es um das passende Genre geht, und sicherlich hängt der eigene Buchgeschmack auch vom Alter ab.
In meinen jüngeren Jahren (heute nicht mehr) habe ich gerne Bücher gelesen, die in Richtung John Green gehen, The Fault In Our Stars oder Looking For Alaska als Beispiel genannt. Weiterhin fallen mir, neben den allseits geliebten Harry-Potter-Büchern, auch noch die Panem-, sowie die Numbers-Reihe von Rachel Ward ein, die ich vor Jahren immer und immer wieder gelesen habe. 
Etwas erwachsenere, ernstere Bücher, die ich in den letzten Wochen und Monaten gelesen und für gut befunden habe, sind The Last Act Of Love (TOLLES Buch, ziemlich unbekannt, aber unfassbar lesenswert - nach wie vor bin ich froh, dass ich diese Entdeckung in einem Londoner Flughafenkiosk gemacht habe), The Girl On The Train, When Breath Becomes Air, All The Light We Cannot See.
Abgesehen von dem ein oder anderen Jane-Austen-Roman oder Shakespeare-Drama habe ich leider noch nicht viele englische Klassiker gelesen, was ich in Zukunft ändern werde. 
Und falls ihr speziell Bücher lesen möchtet, in denen Britische Kultur, Sitten etc. ein Thema sind, kann ich Bücher von Sue Townsend (z.B. The Queen And I, bei deren Lektüre ich Tränen gelacht habe) oder Gin'O Clock (bekannt geworden durch einen Twitter-Account) empfehlen. 



Ein weiterer Tipp ist das Folgen/Liken englischer Seiten im Internet. Neulich ist mir aufgefallen, dass in meiner Facebook-Timeline ziemlich viele englische Beiträge auftauchen. Das liegt daran, dass ich dort Seiten wie BBC News, BuzzfeetUK, British Memes usw. abonniert habe. Wenn man in Pausen, im Zug, im Wartezimmer oder wo auch immer also durch Facebook scrollt, um sich die Zeit zu vertreiben, kommt man ganz automatisch mit dieser Sprache in Kontakt, ohne darüber nachzudenke; darüber hinaus dann auch mit Politik und Kultur des Landes (englische Nachrichtenseiten berichten logischerweise vermehrt darüber, was auf eigenem Grund und Boden passiert). Wenn ihr euch durch englische Kommentare lest, werdet ihr zudem schnell merken, dass der Humor stellenweise ein anderer ist, falls man das so sagen kann. Auch das ist immer wieder interessant zu beobachten!

The British Accent
Vorab sei erwähnt, dass es den einen, wahren Britischen Akzent nicht gibt. Genau wie im Deutschen auch, gibt es zahlreiche regionsabhängige Dialekte, sei es ein Londoner Akzent, welcher der Received Pronunciation sehr nahe kommt, oder aber eine Aussprache eher schottischer Art, oder ein Cockney-Akzent und so weiter, und so weiter. Viele Deutsche sprechen mich auf "meinen Britischen Akzent" an, woraufhin ich stets anmerke, dass dieser wahrscheinlich bloß ein Gewusel aller möglichen englischen Aussprachen ist. Komplimente wie "Du klingst wie eine Muttersprachlerin" erfreuen mich zwar, ein englischer Native Speaker würde in mir aber vermutlich sofort eine Nicht-Engländerin erkennen. Einmal wurde ich beispielsweise für eine Neuseeländerin ("Kiwi") gehalten, die sich an Received Pronunciation versucht (lustige Geschichte). 
Dennoch, um euren Wissensdurst auf "Wie klinge ich für andere (Deutsche) Britisch?" zu beantworten: Es gibt natürlich Grundregeln, die eine Britische Aussprache von einer eher Amerikanischen unterscheiden. Drei ganz wesentliche Regeln werde ich kurz erläutern. Verinnerlicht ihr diese Regeln, werdet ihr von jetzt auf gleich wesentlich britischer klingen. Das Ganze kann und wird sich zunächst wahrscheinlich ziemlich aufgesetzt, vielleicht sogar lächerlich anhören, weshalb ihr die oben genannten Tipps beachten solltet, um euere Aussprache mit der Zeit nach und nach zu verbessern.
Regel Nummer 1: Das "a" wie ein "a" aussprechen, nicht wie ein "ä" oder "äjjj". 
Das heißt ihr sprecht "I can't" so aus, wie es geschrieben steht, und sagt nicht "I cÄn't", wie es im Amerikanischen üblich ist. Ihr sagt "castle" und nicht "cÄstle", und als extremes Beispiel sei auch noch "Dirty dAncing" statt "Dirty dÄncing" genannt. Das sagt natürlich so gut wie niemand, was aber verdeutlicht, wie sehr sich amerikanische Aussprache in unserem Englischwortschatz manifestiert hat.
Regel Nummer 2: Das "t" wie ein "t" aussprechen, nicht wie ein "d". 
Beispiel "butter". Ihr sagt "batta" und nicht "badder", "better" sprecht ihr wie "betta" und nicht "bedder" aus, ihr sagt "attitude" und nicht "ädditude". 
Sprich: Wörter so aussprechen, wie sie dort stehen.
Regel Nummer 3: Das "r" nicht rollen/betonen.
Im Amerikanischen Englisch wird das "r" oft gerollt bzw. besonders betont, beispielsweise bei "hurt" oder "better". Im Britischen lässt man das "r" hingegen eher weg und sagt "höat" statt "hörrt", und "betta" statt "bedderrrrr".
[Ich hoffe, dieser Versuch einer Lautschrift war einigermaßen verständlich. Ansonsten hilft es auch immer, sich auf Seiten wie pons.de die Aussprache von bestimmten Worten sowohl auf British als auch auf American English vorspielen zu lassen.]
Diese drei Regeln lassen sich auf so ziemlich jedes wesentliche Wort beziehen. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, aber ein gut differenziertes Sprachgefühl lässt euch die Worte im Prinzip wie von selbst aussprechen, ohne dass ihr lange vorher überlegen müsst, wie ihr was genau betonen müsst. Hier helfen euch vor allem die oben genannten Serien, Filme, ect.
Die Apple-Nutzer können Siri auch auf Britisch umstellen (ich empfehle die männliche Stimme) und sich einfach eine Weile lang mit ihr unterhalten, um so britisches Englisch zu hören und als Reaktion darauf auch gleich anzuwenden bzw. umzusetzen. 



Sich unters Volk mischen 
Last but not least, die unumstritten beste Möglichkeit, etwas über Kultur, Leben, Leute und Sprache eines anderen Landes zu erfahren: Reisen. Sich selbst unter Menschen zu begeben ist nun einmal doch etwas anderes als Bücher zu lesen, Serien zu schauen, What'sApp-Sprachnachrichten zu versenden oder eben Blogposts im Internet zu lesen. Genauer werde ich an dieser Stelle nicht auf Reisen ins Vereinigte Königreich eingehen, auf Wunsch kann ich in Zukunft aber mehr dazu schreiben. Ein London-Travelguide ist ohnehin in Planung!


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Ich hoffe, dieser doch etwas ausführlichere Blogpost hat den ein oder anderen nützlichen Ratschlag bieten können. Wenn ihr mir schon länger folgt, werdet ihr gemerkt haben, dass mir Englisch und Großbritannien in gewisser Weise am Herzen hängen. Leidenschaft und Sprache gehören für mich ganz fest zusammen und sind in dieser Kombination essentiell, wenn man seinen Lebensstil und vielleicht auch seine Persönlichkeit davon beeinflussen lässt.
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." (Wittgenstein)

Have a nice day!

Mittwoch, 19. April 2017

WHAT'S IN MY UNI BAG - Vorlesung, Bibliothek, Klausur


Wieso besucht man die Universität? Man besucht sie, um zu lernen. Wo lernt man Neues? In Vorlesungen, und irgendwann auch einmal in der Bibliothek. Wozu lernt man? Um Klausuren zu bestehen. -- Ich wurde gefragt, ob ich zeigen könnte, was ich mit zur Uni nehme. Abgesehen davon, dass kein Tag dem anderen gleicht, habe ich die Antwort auf diese Frage dreigeteilt und im Folgenden abgebildet und beschrieben, was meine Tasche(n) füllt. Um "Wo gibt's denn das und das?"-Fragen zu umgehen, habe ich Gegenstände verlinkt oder dazu geschrieben, wo sie erhältlich sind. Falls dennoch Fragen auftauchen, könnt ihr diese natürlich jederzeit stellen. 

Die Vorlesungsversion 
Vielleicht hätte der ein oder andere erwartet, dass ich viel mehr Zeug mit in die Uni nehme, als auf dem Bild zu sehen. Tatsächlich ist es so, dass ich zu Schulzeiten viel mehr Krempel mit mir herumgetragen habe, als ich es heute noch tue. In der Schule hatte ich einen ganzen Schreibwarenladen in meinem Federmäppchen, hatte einen riesigen Ordner mit Blättern aller Fächer darin, hinzu kamen die Schulbücher. Durch mein iPad brauche ich all das nicht mehr - keine dreiundzwanzig Textmarker oder schweren Lehrwerke, Hefte und so weiter.
Für den Fall der Fälle habe ich dennoch ein Etui dabei, allerdings nur mit einer Auswahl an Textmarkern (Pastellmarker von Frixon und seit neustem auch Stabilo) und meinem super-super-fein-schreibenden Hema-Lieblingsstift, der leider aus dem Sortiment genommen wurde, weshalb ich in Kürze auf das Dupe von Muji umsteigen muss. Weiterhin habe ich meinen Moleskine-Kalender dabei, der quasi Timer und Notizbuch in einem ist, weshalb ich - falls handschriftliche Notizen nötig sind - hierauf zurückgreife, und nicht extra noch einen Collegeblock dabei habe. 
Unverzichtbar ist auch meine Powerbank - nicht für mein iPad, sondern für mein iPhone, da der Akku einfach nur schlecht ist. Neben meinem Portemonnaie, in dem sich neben Geld und Ausweisen auch ein für Laborpraktika benötigter Vorrat an Haargummis befindet, habe ich als letztes auch immer eine Handcreme dabei. Die auf dem Bild abgebildete Creme (z.B. bei DM) hat sich nach dem Chemiepraktikum als Rettung erwiesen (all das Aceton und die unverdünnte Natronlauge haben den ein oder anderen Ausschlag hinterlassen). Ich musste mich übrigens durch die halbe Drogerie testen, bis ich endlich eine wirksame Creme gefunden habe. 

Ganz oft wird auch die Frage gestellt, welche Tasche ich für die Universität verwende. Ein Vorteil an einem Ordner-Bücher-Collegeblock-freien Leben ist definitiv, dass man so gut wie jede Tasche verwenden kann, da ein iPad ziemlich handlich ist. Erfreulicherweise stehe ich also nicht mehr vor Schaufenstern und frage mich, ob wohl ein großer Ordner in dieser Tasche platz fände, sondern kann die Tasche einfach kaufen ;). Meine Unitasche ist von Parfois (gekauft Ende letzten Jahres), sie hat mehrere schmale Fächer (optimal für iPad, Skripte und alles, was flach ist, auch Laptops). 

Die Bibliotheksversion
Offen gesagt bin ich kein wirklicher Bibliotheksmensch. Hin und wieder lerne ich dort, meist aber zu Hause an meinem eigenen Schreibtisch. Einer der Gründe, weshalb ich mich nur schwer zu einem Bibliotheksbesuch aufraffen kann, ist die Umständlichkeit des all-seine-Sachen-in-Körbe-Packens. Dann ist man so weit, hat alles im Spind verstaut und stellt fest, dass man keine Zwei-Euro-Münze für das Schloss parat hat. Dieses lästige Prozedere kann mit einer Bibliothekstasche umgangen werden (ich besitze die "Luise"), denn durchsichtige Taschen sind in Bibliotheken erlaubt. Übrigens dürft ihr mit so einer Tasche auch die Hallen des Medizinertests betreten, falls dieser euch noch bevorsteht. 
Neben iPad, eventuellen Büchern (meist kann man sich das zum Lernen benötigte Buch einfach in der Bibliothek aus dem Regal nehmen, sodass man nicht seine eigenen Exemplare mitschleppen muss), Ladegeräten und Federmäppchen ist eine große Flasche Wasser unverzichtbar. Und, für mich ganz wichtig - Ohrstöpsel. Obwohl Ruhe in einer Bibliothek das oberste Gebot ist, gibt es dennoch die klassischen Fälle von "mein Sitznachbar haut wie verrückt in die Laptoptasten" oder "das Mädchen gegenüber hat Schnupfen, aber offenbar kein Taschentuch - sie schnieft". Ich bin ganz schlecht darin, solche Geräusche auszublenden, weshalb Ohropax die Lage retten müssen. Man könnte sich natürlich fragen, wieso man denn in die Bibliothek geht, nur um sich dort dann Ohrstöpsel einzuführen - das kann man doch auch Zuhause tun. Ja, das stimmt. Wie ich bereits sagte, allzu oft lasse ich mich in Bibliotheken nicht blicken. 

Die Klausurversion 
Ziemlich unaufgeregt, aber der Vollständigkeit halber trotzdem erwähnt: Die Gegenstände, die mich am Tag einer Klausur begleiten. Da wir den Großteil unserer Klausuren elektronisch an Computern kreuzen, muss ich zu Prüfungen kein Sammelsurium von Stiften mitnehmen, sondern nur das Allernötigste.
Mit dabei ist eine kleine Flasche Wasser (da ich Toilettengänge während Prüfungen zu vermeiden versuche, trinke ich nicht viel und auch erst, wenn ich merke, dass es läuft und/oder schon einige Zeit seit Beginn vergangen ist), ein Lippenpflegestift (blöde Angewohnheit), Ohropax (weil 200 Personen in einem Raum gleichzeitig auf Computermäusen klicken und ich mich davon nicht irritieren lassen möchte), Taschentücher (gibt es überhaupt eine Situation, in der man keine Taschentücher dabei haben sollte?), Schokolade und Obst (hier ein exemplarischer Apfel, in Wirklichkeit ist es immer eine Banane). Es gibt natürlich Leute, die ihren halben Kühlschrank am Klausurtag dabeihaben - diese Leute gab es auch schon zu Abiturzeiten - aber ich persönlich komme während vieler Klausuren nicht einmal zum Essen. Nicht aus Zeitmangel, sondern einfach, weil ich das Ganze lieber hinter mich bringe, als auf der Hälfte der Strecke erst einmal gemütlich zu frühstücken. 

"Langweilig", denkt ihr euch vielleicht nach Lesen dieses Beitrags. Ich finde auch, dass es spannendere Themen gibt als ein Blick in die Taschen anderer Leute (mich persönlich interessiert es nicht wirklich brennend, was meine Mitmenschen mit sich herumtragen), viele von euch allerdings schon, was viele Nachrichten und Kommentare gezeigt haben. Ich hoffe, der Beitrag war in irgendeiner Hinsicht hilfreich/amüsant/ - keine Zeitverschwendung eben. 

Sonntag, 19. März 2017

PRAG TRAVELGUIDE - Sightseeing, Food & Kafka


"Prag lässt nicht los", schrieb Franz Kafka einst in sein Tagebuch. Recht hatte er, dachte ich, als ich vor wenigen Wochen eine zweite Reise nach Prag gebucht habe, nachdem ich bereits mit meinem Bio-Leistungskurs auf unserer Abschlussfahrt die Stadt erkundet hatte. "Hm, Prag, langweilig", dachte ich vor über zwei Jahren, als das Abstimmungsergebnis über das Reiseziel unserer Kursfahrt feststand. Im Nachhinein bin ich dankbar dafür, dass mich das Leben damals nach Prag geführt und eines Besseren belehrt hat - wer weiß, wann und ob ich Prag sonst jemals einen Besuch abgestattet hätte.
All denjenigen, denen eine Reise nach Prag bevorsteht und auch all denjenigen, die noch keine Reise nach Prag geplant haben, aber vielleicht umgestimmt werden können, irgendwann einmal in die goldene Stadt zu reisen, sind die folgenden Eindrücke hoffentlich eine gute Hilfe!


ANREISE & UNTERKUNFT
Wer nach Prag möchte, muss im Grunde nur zwei Fragen klären: "Wie reise ich an?" und "Wo komme ich unter?". Da Tschechien eines unserer Nachbarländer und dementsprechend gut zu erreichen ist, muss man sich nicht ins Flugzeug setzen, um bequem nach Prag zu reisen - ein Bus tut es auch. Dementsprechend haben meine Reisebegleitung und ich Tickets bei Flixbus erstanden, Hin- und Rückfahrt dank eines Aktionscodes für jeweils nur 15€. Je nachdem, wo ihr wohnt, kommt ihr sogar günstiger und schneller nach Prag - von Dresden aus sind es zum Beispiel nur 2 Stunden. Nach etlichen Klassen- und Kursfahrten mit der Schule war dies meine erste private Reise in einem Fernbus. Alles hat super geklappt, der Bus war pünktlich - wenn auch bis auf den letzten Platz ausgebucht - und dank Wlan und Steckdosen kam keine Langeweile auf, wenn man trotz Nachtfahrt kein Auge zudrücken konnte. 
Ein riesiger Vorteil am Reiseziel Prag sind die wirklich, wirklich günstigen Unterkünfte. Für den Preis, den in Prag eine Nacht im Vier-Sterne-Hotel kostet, bekommt ihr in London gerade mal ein Hostel-Bett im Mehrpersonen-Zimmer. Empfehlen kann ich nach zwei Pragreisen das Hotel Expo, pro Person im Doppelzimmer für gerade mal 30€ die Nacht - inklusive Frühstück. Moderne Zimmer, Möglichkeit des Währungswechsels an der Rezeption (der Wechselkurs hier ist besser als bei deutschen Banken!, tauscht also in Deutschland nicht zu viel Euro im Voraus um) und eine Tram-Haltestelle in Hotelnähe.

FORTBEWEGUNG
Womit wir schon beim nächsten Punkt wären: Fortbewegung. Zwar ist Prag mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern nicht die größte aller Hauptstädte, dennoch werdet ihr die gesamte Stadt unmöglich zu Fuß erkunden können. Wie in eigentlich jeder Großstadt sollten die öffentlichen Verkehrsmittel das Transportmittel eurer Wahl sein. Zwar sind Taxis in Prag, verglichen mit denen anderer Metropolen, nicht außerordentlich teuer, aber Fahrten mit U-Bahn und Tram (Straßenbahn) sind nicht nur unglaublich günstig, sondern auch ein Erlebnis für sich. 
Je nachdem, wir lang euer Prag-Urlaub dauert, könnt ihr Fahrkarten verschiedener Tarife erwerben. Die Tickets ermöglichen euch unbegrenzte Fahrten in einer bestimmten Zeit, dabei gibt es Karten für kurze Zeiträume (30min, 60min, 90min) oder ganze Tage (24h, 72h). Das 3-Tages-Ticket kostet umgerechnet gerade einmal 13€. Mit den Tickets könnt ihr die gesamte Bandbreite öffentlicher Verkehrsmittel verwenden, sowohl die Tram als auch Bus, U-Bahn und Seilbahn

APP (OFFLINE-STADTPLAN & REISEFÜHRER)
Während sämtlicher Städtereisen vergangener Jahre waren die Apps von Ulmon eine große Hilfe für mich und meine Reisegefährten. Die Prag-App beinhaltet zunächst einmal einen Offline-Stadtplan, den ihr zuvor in Deutschland runterladen und vor Ort dann ohne Internetzugang nutzen könnt. Auf dem Stadtplan könnt ihr euch auch offline orten und die Richtung anzeigen lassen, in die ihr gerade geht - unverzichtbar, wenn man sich in einem der vielen Gässchen Prags verläuft. Des Weiteren könnt ihr euch in der App Restaurants, Supermärkte, Sehenswürdigkeiten, U-Bahn-Stationen etc. in der Umgebung anzeigen lassen. Wenn ihr zum Beispiel mit Hunger auf Sushi in der Prager Altstadt steht, kann euch die App das nächstgelegene Asia-Restaurant anzeigen. Auch könnt ihr eure Reise mit der App planen, indem ihr im Voraus bekannte Sehenswürdigkeiten auf der Karte einspeichert, weitere Ziele durch Vorschläge entdeckt oder Bewertungen verschiedener Cafés und Restaurants durchlest. Und das Beste ist: die App funktioniert nicht nur offline, sondern ist auch kostenlos und daher ein ganz großer Tipp von mir (gibt es auch für Reisen nach London, Paris und so weiter). Einfach mal im AppStore suchen! 

SEHENSWÜRDIGKEITEN 
Jede Stadt hat ihre Gemäuer und Plätze, welche die Titelseiten von Reiseführern zieren oder im Internet als erstes angezeigt werden, wenn man den Stadtnamen in die Zeile der Suchmaschine eintippt. In Prag sind diese Touristenmagneten beispielsweise die Astronomische Uhr, der Wenzelsplatz, die Prager Burg, der Aussichtsturm Petřín, die John Lennon Wall oder die Karlsbrücke. Ein Besuch der Prager Burg ist auf jeden Fall empfehlenswert, meiner Meinung nach vor allem wegen des Goldenen Gässchens und der Aussichtsplattform. Eine noch bessere Aussicht hat man nur vom Aussichtsturm Petřín aus, den man am besten über die Seilbahn erreicht (auch eine Fahrt wert). In der Nähe von Petřín befindet sich außerdem die Klosterbibliothek Strahovská knihovna, die zu den schönsten Bibliotheken der Welt zählt und von jedem Buchliebhaber gesehen werden sollte! 
Natürlich kostet die ein oder andere Sehenswürdigkeit ein kleines Eintrittsgeld. Blöderweise hatte ich meinen Studentenausweis in Deutschland vergessen, netterweise durfte ich dennoch oft den Studententarif verwenden, da meine Reisebegleitung ihren Studentenausweis dabei hatte und man mir freundlicherweise geglaubt hat. Dennoch, geht sicher, dass ihr euren Schüler-/Studentenausweis dabei habt, so spart ihr oft die Hälfte des, zwar günstigen, aber dennoch vorhandenen Eintrittspreises. 


Nahe des Kafka Museums gibt es außerdem den - seltsamerweise - unbekannten Buchladen Shakespeare a synové, der zwei Etagen voll englischer Bücher bietet und allein schon aufgrund seiner Einrichtung einen Besuch wert ist.








CITY OF KAFKA
Diejenigen, denen in der Schule Der Prozess, Die Verwandlung oder der Brief an den Vater begegnet ist, werden es wissen: Kafka und Prag sind ohneeinander nicht vorstellbar. So gibt es keinen Prager Reiseführer, keinen Prager Souvenirshop und keine Prager Buchhandlung, in der nicht mindestens einmal von Kafka die Rede ist. Umgekehrt stolpert man früher oder später zwangsläufig über die Stadt Prag, wenn man sich allein mit Kafka und seinen Werken beschäftigt. Auch, wenn ihr mit Literatur nicht viel am Hut haben solltet, werdet ihr spätestens in Prag merken, dass Kafka dort allgegenwärtig ist.
Für diejenigen, die Prag auf den Spuren von Franz Kafka erkunden möchten, habe ich ein paar Orte aufgelistet, die mit dem guten Autor in Verbindung stehen.

   >>  Kafka Museum 
Selbstverständlich gibt es ein ganzes Museum über Kafka. Wer also mehr über sein Leben erfahren und sehen möchte, etwa handgeschriebene Seiten seiner Werke, Tagebucheinträge, Fotos, Zeitungsausschnitte damaliger Zeit - und das alles in kafkaesker Ausstellungsatmosphäre - ist hier genau richtig. Auch gibt es einen Museumsshop voller Kafka-Artikel, der allerdings (zu) stolze Preise für seine Artikel verlangt. 
   >>  Kafka Buchladen
In einer Seitenstraße versteckt und daher nicht von Touristen überflutet ist ein kleiner, liebevoll eingerichteter Buchladen namens "Knihkupectví Franze Kafky". Hier solltet ihr reinschauen, wenn ihr etwas kaufen möchtet, das mit Kafka in Verbindung steht. Ein Jutebeutel zum Beispiel kostet hier nur halb so viel (!) wie im Kafka-Museumsladen.

   >>  Kafka Denkmäler
Inspiriert durch Kafkas "Beschreibung eines Kampfes", befindet sich nahe seines Geburtshauses Kafkas Denkmal, in welchem er auf den Schultern eines kopf- und armlosen Mannes thront. Ein weiteres Kafka-Denkmal neben dem Einkaufszentrum Quadrio stellt einen riesigen, sich bewegenden Kopf Kafkas dar. 
   >>  Kafkas Geburtshaus & Café Kafka
Wer an einem hellgelben Haus vorbeiläuft und sich fragt, wieso Touristen davor halten und Fotos schießen, sollte wissen, dass es sich um das Haus handelt, in dem Kafka geboren wurde. Im Erdgeschoss hat man die Möglichkeit, im Café Kafka einen Halt einzulegen. Bei der riesigen Auswahl an Prager Lokalen bleibt jedoch zu sagen, dass es viele Cafés gibt, die günstiger und mitunter auch besser sind als der oben erwähnte Touristenmagnet. 
   >>  Neuer Jüdischer Friedhof 
Nicht nur wegen Kafkas Grab, auch so ist der Neue Jüdische Friedhof einen Besuch wert. Er liegt vergleichsweise außerhalb des Zentrums, ist allerdings mit der U-Bahn schnell zu erreichen. 

RESTAURANTS & LOKALE
Prag hat jede Menge einladender Restaurants und Lokale, von denen man viel mehr besuchen möchte als man Zeit und Geld zur Verfügung hat. Wer durch Prag läuft, muss nicht einmal gezielt nach einem Restaurant suchen, da es an jeder Ecke ansprechende Optionen gibt. Dieses Mal waren wir eher ungesund unterwegs und haben unter anderem Tom's Burger, der Pizzeria Kmotra, Santafe und Joy Burger einen Besuch zur Mittagszeit abgestattet. Pro Person haben immer um die 5€ bis 7€ pro Mahlzeit bezahlt, was oft günstiger war als ein vergleichbares Essen in Deutschland. Auch werdet ihr überall Stände finden, an denen Trdelník verkauft wird, eine tschechische Gebäckrolle, wahlweise mit Füllung (s.o.). 


CAFÉS 
Die Prager Restaurantvielfalt ist nur durch die Vielfalt an Cafés zu übertreffen. Es gibt wahnsinnig liebevoll eingerichtete Cafés und sämtliche Bedienungen waren freundlich und entgegenkommend. Als mein ganz persönliches Highlight ist das Café Louvre zu nennen, ein Traditionscafé, in dem schon Einstein und - natürlich - Kafka Gäste waren. In dem Café sieht es wahnsinnig vornehm aus, dennoch ist es erstaunlich günstig. Wir haben uns einen Afternoon Tea genehmigt (Tee sowie eine Auswahl an Scones, Sandwiches und Kuchen), was pro Person umgerechnet 8€ gekostet hat. Das Ganze sah so hübsch aus, dass wir unbewusst sogar die Gäste am Nachbartisch dazu animiert haben, das Gleiche zu bestellen.
Besucht haben wir auch das Choco Café, in dem es neben einer Auswahl an Kuchen und allerlei schokoladigen Dingen auch - wortwörtlich - Heiße Schokolade gibt, also wirklich flüssige Schokolade in Tassen, die man viel eher löffeln als trinken muss. 
Ein paar Stunden haben wir auch im Mamacoffee verbracht. Sehr hübsch eingerichtet (auf eine Instagram-taugliche Art und Weise) und wirklich, wirklich günstig. 


SUPERMÄRKTE
Hin und wieder ist ein Gang in den Supermarkt angesagt, wenn es für die ein oder andere Mahlzeit doch nicht ins Restaurant gehen soll oder man einfach ein paar Flaschen Wasser für unterwegs kaufen möchte. Sehr populär ist der Supermarkt BILLA, außerdem gibt es Tesco in Tschechien. Auch gibt es Marks & Spencer Food (für die GB-Liebhaber unter uns); etwas teuer als die anderen Supermärkte, aber von mir allein schon deswegen besucht, um meinen liebsten Earl Grey nachzukaufen.

SHOPPING
Wer noch Geld über hat/loswerden möchte, kann dies vielerorts tun. Das größte Einkaufszentrum ist das Palladium, in dem es neben den üblichen Ketten auch Geschäfte gibt, die wir in Deutschland nicht haben (Sephora, Paul, M&S, die tschechische Pflege- und Beautykette Manufaktura,...) oder nicht so häufig haben (Topshop, Reserved,...). Weitere Einkaufsstraßen sind Na Příkopě und Václavské nám nahe des Wenzelsplatzes. Die richtig teuren Läden à la Prada und Burberry, die der normale Reisende ohnehin nicht betritt, befinden sich auf der Pařížská - falls jemand einen Schaufensterbummel anstrebt.

DIE SACHE MIT DER WÄHRUNG
Um noch einmal auf das Geld zurückzukommen: In Prag zahlt ihr mit Tschechischen Kronen, nicht mit dem Euro. In den allerwenigsten Geschäften wird der Euro akzeptiert, weshalb ihr spätestens vor Ort Geld tauschen müsst. Ich habe einen kleinen Betrag in Deutschland bei meiner Bank eingetauscht, den Rest dann nach Bedarf an der Hotelrezeption. Falls eure Unterkunft einen Währungstausch nicht anbietet, wechselt euer Geld nicht an der nächstbesten Tauschstelle. Vermeidet kleine Buden auf den Straßen und wendet euch an seriösere Tauschstellen wie etwa an den Tauschschalter im Busbahnhof Florenc, um nicht an Falschgeld zu geraten oder eine unverschämt hohe Provision zahlen zu müssen. Zur Orientierung: Ein Euro entspricht etwa 27 Kronen, beim Geldtausch könnt ihr mit 25-26 Kronen pro Euro rechnen. 

UND SONST?
Lasst Prag auf Euch zukommen! Mit Englisch kommt man bestens zurecht, wenn man - so wie ich - kein Wort Tschechisch versteht und nicht einmal erahnen kann, was dieses oder jenes Wort bedeutet. Prag ist ein super Reiseziel für Spontane, für Unentschlossene, für diejenigen, die knapp bei Kasse sind (Liebe Studenten: Glas Bier, 1€), für Literaturliebhaber (Kafka, Rilke...), für diejenigen, die gerne durch die Stadt schlendern und schöne Häuser bewundern (Stichwort: Prager Altstadt), für diejenigen, die das U-Bahn-Fahren lieben, nostalgische Straßenbahnen, und Smetanas Die Moldau, in einer Großstadt, die vielleicht nicht so hektisch und aufgeregt ist wie Paris oder London, aber dennoch eine Zufluchtsmöglichkeit, wenn einem gerade alles über den Kopf wächst und man einfach mal zu Hause raus möchte - Gute Reise!

Samstag, 4. März 2017

Sparen und Geld verdienen - Tipps für Studenten


Es ist ein Klischee: Bevor der Monat zu Ende ist, ist das Konto leer, es kommen nur noch Nudeln auf den Teller und gelächelt wird erst wieder, wenn der Monatserste vor der Tür steht. So schlimm ist sieht es bei den Meisten von uns dann doch nicht aus, aber neben horrenden Mietpreisen in den Unistädten gibt es zahlreiche Gründe, wieso gegen den ein oder anderen zusätzlichen Euro im Portemonnaie nichts einzuwenden wäre. Es folgen ein paar Tipps und Tricks, wie man an der ein oder anderen Stelle Geld sparen kann. Selbst wenn es manchmal nur sehr wenig ist - Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. 

Kleingeld
Banal, aber wirksam. Ich durchsuche das Münzfach meines Portemonnaies regelmäßig nach Kupfergeld und schmeiße dieses in eine Spardose, da ich an der Kasse selten passend bezahle und sich daher immer mehr Kleingeld ansammelt, das sich auf Dauer auch durch sein Gewicht bemerkbar macht. Dabei verwende ich eine undurchsichtige Blechspardose ohne Öffnung, sodass ich nicht in Versuchung geraten kann, Geld zu entwenden ohne die Dose zu zerstören. Außerdem sehe ich nicht, wieviel Geld sich angesammelt hat, was die Spannung bis zur nächsten Zählung erhöht. Etwa einmal im Jahr öffne ich die Spardose und zahle das Geld über einen Münzzählautomaten bei der Bank ein. Dabei stelle ich den Inhalt unter ein Motto, meist Reisen, sodass ich das Geld vor einem größeren Urlaub einzahle, um für diesen dann weiteres "Taschengeld" zur Verfügung zu haben. 



Studentenrabatte
Einen Vorteil hat das Studentenleben: Manchmal gibt's Ermäßigungen, auch das Internet wimmelt von Studentenrabatten. Bekannte Anbieter, die ich auch selbst nutze, habe ich im Folgenden aufgelistet:
* Amazon Student: Kostenloses Film- und Seriengucken sowie kostenloser Prime-Versand im ersten Jahr, danach 34€ jährlich, wobei ab dem zweiten Jahr auch noch Amazon Music und eBooks im Preis enthalten sind. Daher brauche ich a) kein Netflix und kann b) auch Spotify kündigen, sobald mein Amazon-Probejahr abgelaufen ist, da ich Musik dann darüber hören werde.
* ASOS: Studenten können sich einen persönlichen Rabattcode erstellen lassen und auf jeden Einkauf 10% Rabatt erhalten. 
* Spotify: Werbefrei Musik hören, auch offline. Für Studenten kostet Spotify nur 4,99€ anstatt 9,99€ monatlich.
* Apple: Wer für sein Studium in ein Apple-Gerät investieren möchte, bekommt Ermäßigung auf den Kaufpreis.
* Microsoft Office: An vielen Unis könnt ihr Word, Excel und PowerPoint gegen eine winzige Gebühr erwerben (etwa 5€ statt 150€). 
* PrintPeter: Eure Skripte für die Uni könnt ihr euch hier kostenlos und in Farbe ausdrucken, binden und zuschicken lassen, im Gegenzug enthalten einige Seiten Werbeanzeigen, die aber klein und meiner Meinung nach nicht störend sind. 

Blutspenden
Viele Krankenhäuser besitzen eine eigene Blutspende-Abteilung und entlohnen jede Vollblutspende mit in der Regel 20€, manchmal sogar mit 30€. Männer dürfen alle zwei Monate Blutspenden, Frauen leider nur alle drei Monate. Leicht verdientes Geld, und je nach Krankenhaus gibt es sogar noch ein gratis Mittagessen nach der Spende dazu! Und da das Ganze einem guten Zweck dient, bessert ihr damit nicht nur euer Bank-, sondern auch euer Karmakonto auf! Wer regelmäßig Vollblut spendet, darf eventuell auch noch Plasma- und/oder Thrombozyten spenden, was ebenfalls entsprechend vergütet wird. Natürlich müsst ihr gewisse Kriterien erfüllen, um Blut spenden zu dürfen, den typischen Spenderfragebogen findet ihr hier. Wer so ehrenhaft ist und sich nicht für die Blutspende bezahlen lassen möchte, kann das Geld natürlich spenden. Viele Blutspendedienste arbeiten mit Hilfsorganisationen zusammen, an die das Geld direkt weitergegeben werden kann. 

Punkten 
"Haben Sie eine Payback Karte?", wurde wohl jeder schon einmal gefragt. Viele verneinen diese Frage, könnten davon aber profitieren. Wie funktioniert das System? Pro Euro eurer Einkaufssumme bekommt ihr einen Punkt gutgeschrieben. Wenn ihr zuvor Coupons aktiviert, etwa über die App (z.B. Fünffach-Punkte auf den gesamten Einkauf bei DM) lassen sich schnell viele Punkte sammeln. Mit den Punkten eures Kontos könnt ihr euch dann bei DM, Rewe, Thalia und anderen Teilnehmern Gutscheine ausdrucken, 100 Punkte entsprechen dabei 1€. Wer also 1500 Punkte hat, bekommt einen 15€-Gutschein. Klingt zunächst so, als bräuchte man Jahre, um überhaupt auf eine beachtliche Punktesumme zu kommen, doch bei mir sammeln sich über ein Jahr immer um die 3000 Punkte an, ohne dass ich überdurchschnittlich oft oder viel einkaufe.
Karten, die nach diesem System funktionieren, sind neben Payback zum Beispiel die DeutschlandCard und die Douglas-BeautyCard.


Lebensmittel
Auch diejenigen, die stets in der Mensa dinieren, werden früher oder später den Supermarkt aufsuchen müssen. Sinnvoll ist es, nach Angeboten einzukaufen (also vorher Prospekte durchblättern oder auf der Internetseite vorbeischauen und eine Liste schreiben!), um nicht wahllos durch die Gänge zu rennen. Gerade beim Obst- und Gemüseeinkauf kann man viel sparen, denn es macht einen Unterschied, ob ein Schälchen Himbeeren 1,50€ oder 4€ kostet. Für ereignisreiche Phasen des Semesters empfiehlt sich mitunter das Vorkochen, um nicht in jeder stressigen Situation den teuren Lieferservice anrufen zu müssen. 

Ausmisten + Verkaufen 
Egal ob Bücher, der Fehlkauf aus der Schrankecke oder Omas altes Fahrrad - es gibt für alles eine Plattform, um Dinge loszuwerden, die man nicht mehr braucht. Neben Kleiderkreisel für Kleidung und Accessoires gibt es Booklooker für Bücher (hier könnt ihr Preise selbst setzen, zahlt eine niedrigere Provision als bei eBay und verdient mehr als bei ReBuy & Co) sowie eBay-Kleinanzeigen für alles weitere. Auch Facebook-Gruppen sind ein Tipp, etwa wenn man Fachbücher nicht mehr benötigt und sie an niedrigere Semester der eigenen Universität verkaufen möchte. Dabei erübrigt sich dann auch das Versand-Prozedere, da man sich ganz einfach auf dem Campus treffen kann.
Außerdem ist es immer hilfreich, sich einen Überblick über all die Sachen zu verschaffen, die man bereits besitzt, aber viel zu selten verwendet. Dinge, die in Vergessenheit geraden eben. Ich habe für Dinge, die ich in nächster Zeit öfter verwenden möchte, Boxen, zum Beispiel mit Kosmetikartikeln und Schreibwaren.



Wunschliste
In neue Artikel verliebt man sich schnell, und ehe man sich versieht, liebäugelt man nicht mehr mit dem Kauf, sondern hat bereits den virtuellen Warenkorb gefüllt. Große Websites jedoch haben die Funktion einer Wunschliste. Bevor ich dort Einkäufe tätige, setze ich sämtliche Artikel auf die Wunschliste, um erstens noch einmal etwas Zeit vergehen zu lassen und somit Käufe zu vermeiden, die ich später bereut hätte, und zweitens die Preise zu beobachten! Vor allem bei Amazon ändern sich die Preise ständig. Je teurer der Artikel, desto größer kann der Preisunterschied sein. Nicht selten finde ich unter Artikeln meines Wunschzettels den Satz "Der Preis ist um x% gefallen, seit Sie den Artikel hinzugefügt haben". Jeder Artikel ist früher oder später günstiger, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Warten und regelmäßiges Reinschauen, um den richtigen Moment abzupassen, lohnt sich.

Anspornen
Um sich einmal darüber bewusst zu werden bzw. vor Augen zu führen, wie viel man am Ende der Woche gespart hat, kann man - wenn man den Nerv dazu hat - zumindest für einen kurzen Zeitraum auflisten, was man alles eingespart hat. Den eigentlich hübschen Pullover im Laden, den man doch nicht gekauft sondern zurückgehängt hat, die Eiskugel nach dem Einkaufsbummel, die man sich nach kurzem Zögern doch nicht genehmigt hat, den geplanten Kinobesuch, den man in einen DVD-Abend verwandelt hat, das Buch, das man in der Bibliothek ausgeliehen und doch nicht selbst gekauft hat... Am Ende ist man erstaunt darüber, wie viel Geld man eigentlich eingespart hat, was sehr motivierend ist, wenn es darum geht, am Ball zu bleiben.

Nebenjob
Last but not least - natürlich - der Nebenjob. Es gibt kaum eine Ausrede, die rechtfertigen würde, wieso man keine Nebentätigkeit betreiben kann. Selbst, wenn es sich um ein Medizinstudium handelt ("Das Studium ist soo zeitaufwändig, ich kann nicht nebenbei arbeiten!"; Woher weiß man das, wenn man es nicht einmal versucht hat?).  Es gibt ganz viele Möglichkeiten, wenige Stunden in der Woche zu arbeiten, manchmal nur sechs bis sieben. Optimal ist natürlich ein Job als studentische Hilfskraft, da dieser oft mit dem beruflichen Werdegang selbst in Verbindung steht, allerdings haben es gerade Studienanfänger hier nicht leicht (Medizin: Vor dem Physikum nimmt dich keiner ernst). Also, fragt beim Supermarkt nach, beim Bäcker, in der Buchhandlung, im Kleidungsgeschäft, in der Drogerie, beim Schnellimbiss - die Stadt ist groß, irgendwo wird immer jemand gesucht, selbst wenn es nur für den Samstagvormittag ist. Denn am Ende des Monats ist ein Nebenjob neben BAFöG, einem Stipendium und/oder elterlicher Unterstützung das einzig sichere, regelmäßige Einkommen, das ihr haben könnt. Nicht viel, aber immerhin etwas, und außerdem ein Schritt in die Unabhängigkeit. Selbstverständlich muss man nicht neben dem Studium arbeiten, wenn man nicht will, aber wer nebenbei keine Tätigkeit ausübt, hat ein Recht weniger, zu meckern. 

Freitag, 17. Februar 2017

Organisation - von Kalendern, To-Do-Listen & Co


Kalender, Listen, Zettel, Haftnotizen, Blöcke, Apps, Printables... - die Mittel zur Organisation sind schier unbegrenzt. Immer wieder werde ich gefragt, wie ich mich organisiere, womit ich mich organisiere. Die Antwort, die ich darauf geben kann, ist nicht pauschal. Ich benutze viele Methoden und sie wechseln ständig, wie Wind und Wetter, Sonne und Regen, Tag und Nacht. Daher kann ich nichts weiter tun als euch die verschiedenen Organisationsmöglichkeiten vorzustellen, von denen ich nicht alle parallel verwende, aber jede immer mal wieder. Die meisten Mittel sind weit verbreitet, aber vielleicht dennoch hilfreich für den ein oder anderen.

Taschenkalender
Der Klassiker, ein Kalender in Buchform. Termine eintragen, Geburtstage festhalten, hin und wieder auch notdürftig die Einkaufsliste einbringen - ich kann mich an keinen Zeitpunkt erinnern, zu dem ich keinen handfesten Kalender besaß. War es in der Grundschule noch das Hausaufgabenheft, das mich begleitet hat, ist es auf dem Gymnasium zunehmend ein gewöhnlicher Planer geworden. Zugegeben, seitdem ich studiere, hat mein Taschenkalender etwas an Bedeutung verloren. Mein Stundenplan mit sämtlichen Pflichtveranstaltungen und Klausurterminen ist in meiner Kalenderapp integriert, und da auch keine Hausaufgaben oder Ausarbeitungen zu machen sind, gibt es ganze Wochen, in denen ich meinen Kalender nicht verwende. 


Auf dem Bild: Moleskine-Kalender
Dennoch ein paar Worte zum Modell: Moleskine Kalender; 1,5-Jahre, zwei Seiten pro Woche, links die Wochenspalte, rechts eine Seite für Notizen, Hardcover-Version. Ein ganz klassischer Kalender, ohne Schnickschnack, minimalistisch. Ich sehe meinen Kalender nicht als Objekt eines Hobbys an, bei dem man mit Washitape und allerlei Schriftarten Bastelarbeit betreibt, sondern nur als Mittel zum Zweck. Gerne personalisiert, aber nicht auf die zugeklebte Art und Weise. 

Tischkalender
Immer auf meinem Schreibtisch, immer in Benutzung: mein Tischkalender. Sehr gut geeignet, um Lernpläne darauf festzuhalten (etwa für jeden Tag die Kapitel eines Faches festhalten, die man bearbeiten will), aber auch für andere Aufgaben, die den Nutzer irgendwie an den Schreibtisch binden. Das Schöne an diesem Tischkalender-Modell ist, dass man das Datum selbst eintragen muss und daher in der Nutzung sehr flexibel ist. Während ein datierter Kalender irgendwann 'abläuft', spielt es hier keine Rolle, ob man den Tischkalender einige Wochen nicht verwendet, denn die Seiten verfallen nicht. Auf der Rückseite der jeweiligen Woche befinden sich weiterhin vorgefertigte Listen (z.B. für Aufgaben, die man in der jeweiligen Woche erledigen muss, von denen es aber egal ist, an welchem Tag man sie erledigt). Im Übrigen kann man Kalender dieser Art auch für ganz andere Bereiche verwenden, zum Beispiel für Sport oder Küche, um Gerichte zu planen etc.



Auf dem Bild: HEMA-Taschenkalender

To-Do-Listen
Im Grunde selbsterklärend: Man hat diverse Aufgaben, schreibt sie auf eine Liste, arbeitet sie ab und setzt schließlich einen Haken dahinter. Natürlich braucht man keine Vorlagen dafür, kann sich einfach selbst Zettel und Stift schnappen und alle Aufgaben auflisten, dennoch besitze ich ein paar vorgefertigte Blöcke dieser Art, von denen auf dem Bild eines Auswahl gezeigt ist. Nicht notwendig, dennoch Teil meiner Organisation.
Auf dem Bild: alles von HEMA, Block (groß), Block (gold), Block (weiß/türkis)

Haftnotizzettel 
Auch unter 'Post-Its' bekannt; von mir vor allem verwendet, um dringende Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren, weshalb öfter mal ein Zettelchen an meinem Computerbildschirm klebt. Zudem sind sie nahezu immer mein Mittel der Wahl, um ein Register herzustellen, also etwa Lernzettel in Ordnern mittels PostIts nach Themen zu gliedern oder besonders wichtige Seiten hervorzuheben bzw. schnell zugänglich zu machen (das heißt: Seiten mit PostIt lassen sich schneller finden/aufschlagen als solche ohne). Und wenn man wie ich zu den Menschen gehört, die nicht in ihre Bücher schreiben nicht mit Textmarkern durch diese rasen, sind Haftnotizzettel unerlässlich, um sich gewisse Inhalte dennoch verständlich zu machen und hervorzuheben.  
Auf dem Bild: HEMA-Kugelschreiber gold, Haftnotizen Pastell

Notizbücher
Wer ein mehr oder weniger kleines Faible für Notizbücher hat (sprich: in entsprechenden Geschäften niemals an Notizbüchern vorbeiläuft und eigentlich auch niemals ohne mindestens ein neues den Laden verlässt) erkennt irgendwann, dass man auch eine Verwendung für die ganzen noch unbenutzten Büchlein braucht, um schließlich den Kauf weiterer Exemplare zu rechtfertigen. Ich verwende für bestimmte Fächer/Themen/Kategorien jeweils ein Notizbuch. In der Schule noch als Grammatikhefte für all meine Fremdsprachen, an der Uni dann auch für Terminologie, in Biologie für zig Proteine und Gifte, in Anatomie als eine Art "Vokabelheft" für Muskeln und Gelenke. Zusätzlich als Koch-/Backbuch für Rezepte aus dem Internet, die sich bewährt haben und festgehalten werden sollen, für Passwörter und Zugangsdaten, für Ausgaben und Einnahmen, als Tagebücher, als Sammlung schöner Stellen aus Büchern und Filmen, als Journal voller Erinnerungen (Theaterkarten einkleben, Briefe aufbewahren...), und, und, und.  

Auf dem Bild: Notizbuch "Write it" (TkMaxx, nicht online), HEMA-Notizbuch gold, Notizbücher gepunktet und gestreift (TkMaxx, nicht online), Notizbuch blau (Coppenrath)

Mäppchen
Wer viele Stifte besitzt, braucht viele Federmäppchen, vorausgesetzt, man hat sie nicht alle auf dem Schreibtisch selbst präsent. An dieser Stelle seien auch kurz die pastellfarbenen Textmarker erwähnt, nach denen ich hin und wieder gefragt werde. Ich habe die Stifte der Marke Frixon, welche meiner Meinung nach 'pastelliger' sind als die von Stabilo und sich außerdem, positiver Nebeneffekt, problemlos wegradieren lassen.
Auf dem Bild: Amazon-EtuiFrixon-Pastellmarker, Hema-Kugelschreiber, Muji-Feinschreiber

Sammler und Ordner
Lernzettel, Protokolle - alles, was sich irgendwie abheften lässt - verwahre ich, wie wahrscheinlich jeder andere Mensch auch, in Ordnern. Für jeden Ordner habe ich entsprechende Etiketten erstellt, was wirklich kinderleicht ist:
1. Ettiket abmessen 
2. Word öffnen, Textfeld einfügen, beim Textfeld die gemessene Etikettengröße einstellen
3. Beschriftung hinzufügen, eventuell noch ein Hintergrundsmuster einfügen (z.B. wie hier)
(4. Falls der Hintergrund weiß ist: dem Textfeld einen schwarzen Rand geben, um zu wissen, wo entlang man später schneiden muss)
5. Ausdrucken, ausschneiden, aufkleben - fertig!
Für gebundene Skripte (z.B. Skripte von Printpeter, als kleiner Tipp am Rande: eine Website, die euch kostenlos Skripte in Farbe ausdruckt und zuschickt, die Skripte enthalten im Gegenzug Werbeanzeigen) eignet sich die Unterbringung in Ordnern logischerweise nicht. Dafür gibt es sogenannte Zeitschriftensammler, in denen ihr Hefte, Bücher und alles mögliche verstauen könnt, um ein buntes Kuddelmuddel zu vermeiden und alle Objekte eines Faches beisammenzuhalten.





Countdowns
Um auch zahlenmäßig einen Überblick darüber zu behalten, wie viel Zeit bis zur nächsten Prüfung bleibt, oder einfach die Tage bis zum nächsten Urlaub zu zählen, eignen sich Countdown-Apps. Momentan verwende ich 'Big Days'. Nicht essentiell, aber es ist ganz nett, hin und wieder mal einen Blick reinzuwerfen.


Das sind all die Dinge, auf die ich in puncto (allgemeine) Organisation zurückgreife. Vermutlich keine Geheimwaffen oder Weltneuheiten, doch man muss das Rad schließlich nicht neu erfinden, um einigermaßen strukturiert durch den Alltag zu kommen. Zudem entschuldige ich mich für die schlechte Bildqualität, ich weiß nicht, wieso sich die eigentlich scharfen Bilder nur relativ verpixelt hochladen ließen.