Freitag, 17. Februar 2017

Organisation - von Kalendern, To-Do-Listen & Co


Kalender, Listen, Zettel, Haftnotizen, Blöcke, Apps, Printables... - die Mittel zur Organisation sind schier unbegrenzt. Immer wieder werde ich gefragt, wie ich mich organisiere, womit ich mich organisiere. Die Antwort, die ich darauf geben kann, ist nicht pauschal. Ich benutze viele Methoden und sie wechseln ständig, wie Wind und Wetter, Sonne und Regen, Tag und Nacht. Daher kann ich nichts weiter tun als euch die verschiedenen Organisationsmöglichkeiten vorzustellen, von denen ich nicht alle parallel verwende, aber jede immer mal wieder. Die meisten Mittel sind weit verbreitet, aber vielleicht dennoch hilfreich für den ein oder anderen.

Taschenkalender
Der Klassiker, ein Kalender in Buchform. Termine eintragen, Geburtstage festhalten, hin und wieder auch notdürftig die Einkaufsliste einbringen - ich kann mich an keinen Zeitpunkt erinnern, zu dem ich keinen handfesten Kalender besaß. War es in der Grundschule noch das Hausaufgabenheft, das mich begleitet hat, ist es auf dem Gymnasium zunehmend ein gewöhnlicher Planer geworden. Zugegeben, seitdem ich studiere, hat mein Taschenkalender etwas an Bedeutung verloren. Mein Stundenplan mit sämtlichen Pflichtveranstaltungen und Klausurterminen ist in meiner Kalenderapp integriert, und da auch keine Hausaufgaben oder Ausarbeitungen zu machen sind, gibt es ganze Wochen, in denen ich meinen Kalender nicht verwende. 


Auf dem Bild: Moleskine-Kalender
Dennoch ein paar Worte zum Modell: Moleskine Kalender; 1,5-Jahre, zwei Seiten pro Woche, links die Wochenspalte, rechts eine Seite für Notizen, Hardcover-Version. Ein ganz klassischer Kalender, ohne Schnickschnack, minimalistisch. Ich sehe meinen Kalender nicht als Objekt eines Hobbys an, bei dem man mit Washitape und allerlei Schriftarten Bastelarbeit betreibt, sondern nur als Mittel zum Zweck. Gerne personalisiert, aber nicht auf die zugeklebte Art und Weise. 

Tischkalender
Immer auf meinem Schreibtisch, immer in Benutzung: mein Tischkalender. Sehr gut geeignet, um Lernpläne darauf festzuhalten (etwa für jeden Tag die Kapitel eines Faches festhalten, die man bearbeiten will), aber auch für andere Aufgaben, die den Nutzer irgendwie an den Schreibtisch binden. Das Schöne an diesem Tischkalender-Modell ist, dass man das Datum selbst eintragen muss und daher in der Nutzung sehr flexibel ist. Während ein datierter Kalender irgendwann 'abläuft', spielt es hier keine Rolle, ob man den Tischkalender einige Wochen nicht verwendet, denn die Seiten verfallen nicht. Auf der Rückseite der jeweiligen Woche befinden sich weiterhin vorgefertigte Listen (z.B. für Aufgaben, die man in der jeweiligen Woche erledigen muss, von denen es aber egal ist, an welchem Tag man sie erledigt). Im Übrigen kann man Kalender dieser Art auch für ganz andere Bereiche verwenden, zum Beispiel für Sport oder Küche, um Gerichte zu planen etc.



Auf dem Bild: HEMA-Taschenkalender

To-Do-Listen
Im Grunde selbsterklärend: Man hat diverse Aufgaben, schreibt sie auf eine Liste, arbeitet sie ab und setzt schließlich einen Haken dahinter. Natürlich braucht man keine Vorlagen dafür, kann sich einfach selbst Zettel und Stift schnappen und alle Aufgaben auflisten, dennoch besitze ich ein paar vorgefertigte Blöcke dieser Art, von denen auf dem Bild eines Auswahl gezeigt ist. Nicht notwendig, dennoch Teil meiner Organisation.
Auf dem Bild: alles von HEMA, Block (groß), Block (gold), Block (weiß/türkis)

Haftnotizzettel 
Auch unter 'Post-Its' bekannt; von mir vor allem verwendet, um dringende Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren, weshalb öfter mal ein Zettelchen an meinem Computerbildschirm klebt. Zudem sind sie nahezu immer mein Mittel der Wahl, um ein Register herzustellen, also etwa Lernzettel in Ordnern mittels PostIts nach Themen zu gliedern oder besonders wichtige Seiten hervorzuheben bzw. schnell zugänglich zu machen (das heißt: Seiten mit PostIt lassen sich schneller finden/aufschlagen als solche ohne). Und wenn man wie ich zu den Menschen gehört, die nicht in ihre Bücher schreiben nicht mit Textmarkern durch diese rasen, sind Haftnotizzettel unerlässlich, um sich gewisse Inhalte dennoch verständlich zu machen und hervorzuheben.  
Auf dem Bild: HEMA-Kugelschreiber gold, Haftnotizen Pastell

Notizbücher
Wer ein mehr oder weniger kleines Faible für Notizbücher hat (sprich: in entsprechenden Geschäften niemals an Notizbüchern vorbeiläuft und eigentlich auch niemals ohne mindestens ein neues den Laden verlässt) erkennt irgendwann, dass man auch eine Verwendung für die ganzen noch unbenutzten Büchlein braucht, um schließlich den Kauf weiterer Exemplare zu rechtfertigen. Ich verwende für bestimmte Fächer/Themen/Kategorien jeweils ein Notizbuch. In der Schule noch als Grammatikhefte für all meine Fremdsprachen, an der Uni dann auch für Terminologie, in Biologie für zig Proteine und Gifte, in Anatomie als eine Art "Vokabelheft" für Muskeln und Gelenke. Zusätzlich als Koch-/Backbuch für Rezepte aus dem Internet, die sich bewährt haben und festgehalten werden sollen, für Passwörter und Zugangsdaten, für Ausgaben und Einnahmen, als Tagebücher, als Sammlung schöner Stellen aus Büchern und Filmen, als Journal voller Erinnerungen (Theaterkarten einkleben, Briefe aufbewahren...), und, und, und.  

Auf dem Bild: Notizbuch "Write it" (TkMaxx, nicht online), HEMA-Notizbuch gold, Notizbücher gepunktet und gestreift (TkMaxx, nicht online), Notizbuch blau (Coppenrath)

Mäppchen
Wer viele Stifte besitzt, braucht viele Federmäppchen, vorausgesetzt, man hat sie nicht alle auf dem Schreibtisch selbst präsent. An dieser Stelle seien auch kurz die pastellfarbenen Textmarker erwähnt, nach denen ich hin und wieder gefragt werde. Ich habe die Stifte der Marke Frixon, welche meiner Meinung nach 'pastelliger' sind als die von Stabilo und sich außerdem, positiver Nebeneffekt, problemlos wegradieren lassen.
Auf dem Bild: Amazon-EtuiFrixon-Pastellmarker, Hema-Kugelschreiber, Muji-Feinschreiber

Sammler und Ordner
Lernzettel, Protokolle - alles, was sich irgendwie abheften lässt - verwahre ich, wie wahrscheinlich jeder andere Mensch auch, in Ordnern. Für jeden Ordner habe ich entsprechende Etiketten erstellt, was wirklich kinderleicht ist:
1. Ettiket abmessen 
2. Word öffnen, Textfeld einfügen, beim Textfeld die gemessene Etikettengröße einstellen
3. Beschriftung hinzufügen, eventuell noch ein Hintergrundsmuster einfügen (z.B. wie hier)
(4. Falls der Hintergrund weiß ist: dem Textfeld einen schwarzen Rand geben, um zu wissen, wo entlang man später schneiden muss)
5. Ausdrucken, ausschneiden, aufkleben - fertig!
Für gebundene Skripte (z.B. Skripte von Printpeter, als kleiner Tipp am Rande: eine Website, die euch kostenlos Skripte in Farbe ausdruckt und zuschickt, die Skripte enthalten im Gegenzug Werbeanzeigen) eignet sich die Unterbringung in Ordnern logischerweise nicht. Dafür gibt es sogenannte Zeitschriftensammler, in denen ihr Hefte, Bücher und alles mögliche verstauen könnt, um ein buntes Kuddelmuddel zu vermeiden und alle Objekte eines Faches beisammenzuhalten.





Countdowns
Um auch zahlenmäßig einen Überblick darüber zu behalten, wie viel Zeit bis zur nächsten Prüfung bleibt, oder einfach die Tage bis zum nächsten Urlaub zu zählen, eignen sich Countdown-Apps. Momentan verwende ich 'Big Days'. Nicht essentiell, aber es ist ganz nett, hin und wieder mal einen Blick reinzuwerfen.


Das sind all die Dinge, auf die ich in puncto (allgemeine) Organisation zurückgreife. Vermutlich keine Geheimwaffen oder Weltneuheiten, doch man muss das Rad schließlich nicht neu erfinden, um einigermaßen strukturiert durch den Alltag zu kommen. Zudem entschuldige ich mich für die schlechte Bildqualität, ich weiß nicht, wieso sich die eigentlich scharfen Bilder nur relativ verpixelt hochladen ließen.